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„Politik fragt Wirtschaft“ – Erster Energy-Talk der TGA-Verbände

Politiker und Fachleute aus der Technischen Gebäudeausrüstung tauschten sich am 29.06.2017 in Berlin über Probleme und Lösungen im Bereich der Energieeffizienz von Gebäuden aus. Anstelle einer klassischen Podiumsdiskussion wurde ein neues Format angewendet: Politiker befragen Experten aus der Wirtschaft.

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Auf dem Podium (v.l.n.r.): Frank Ernst, Hermann Sperber, Prof. Dr. Ulrich Pfeiffenberger, Günther Mertz, Christian Kühn MdB, Eva Bulling-Schröter MdB und Volkmar Vogel MdB – Foto: Kristian Barthen

Die Bundestagsabgeordneten Eva Bulling-Schröter (Die Linke), Christian Kühn (Bündnis 90/Die Grünen) und Volkmar Vogel (CDU) folgten der Einladung des Bundesindustrieverbands Technische Gebäudeausrüstung e. V. (BTGA), des Fachverbands Gebäude-Klima e. V. (FGK) und des Herstellerverbands Raumlufttechnische Geräte e. V. (RLT-Herstellerverband) in die Berliner Vertretung des Landes Baden-Württemberg.
Als Experten standen Repräsentanten der drei TGA-Verbände Rede und Antwort: Hermann Sperber, Präsident des BTGA, Prof. Dr. Ulrich Pfeiffenberger, Vorsitzender des FGK, und Frank Ernst, stellvertretender Vorsitzender des RLT-Herstellerverbands. Moderiert wurde der erste Energy-Talk von Günther Mertz, dem Geschäftsführer der drei Verbände.

Viele Fragen und offene Antworten
Die Abgeordneten erkundigten sich nach den aktuellen Möglichkeiten im Bereich der Technischen Gebäudeausrüstung und welche Entwicklungen zu erwarten sind. Sie waren sich einig darin, dass die Zusammenführung des Energieeinsparrechts gleich nach der Bundestagswahl zurück auf die politische Agenda muss.
Die klimaschutz- und energiepolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke, Eva Bulling-Schröter, fragte nach besseren Möglichkeiten der Beratung über Maßnahmen zur Steigerung der Gebäudeenergieeffizienz. Professor Pfeiffenberger berichtete aus seiner Erfahrung mit teilweise mangelhafter Qualität von Energieausweisen und der damit verbundenen Beratung; er regte an, die Voraussetzungen für den Eintrag in die Energieeffizienz-Expertenliste stärker an fachliche Qualifikation zu binden. Über die Notwendigkeit besserer Beratung für Investoren und Gebäudenutzer bestand Einigkeit bei allen Diskutanten.
Christian Kühn, Sprecher für Bau- und Wohnungspolitik der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, erkundigte sich nach unterschiedlichen Kostenfaktoren beim Neubau von Gebäuden. In den Antworten der Fachleute wies Hermann Sperber darauf hin, dass Kostensteigerungen vor allem durch Änderungen in der Bauphase entstehen. Im Bereich der Nichtwohngebäude wachse der Bedarf nach Lüftung und Kälte, Wärme spiele hinsichtlich des Energieverbrauchs meist nur noch eine untergeordnete Rolle.
Volkmar Vogel, Ordentliches Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, ermutigte die TGA-Branche, weiterhin der Politik stets einen Schritt voraus zu sein – er wollte wissen, was die Politik tun kann, um die Wirtschaft bei ihren Anstrengungen für mehr Gebäudeenergieeffizienz zu unterstützen.  Einhellig baten die Experten um verständliche und vor allem verlässliche Gesetzgebung durch den Bundestag.

 

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Energiewende in Gefahr: BMWi-Abteilungsleiter Thorsten Herdan erhält Positionspapier zum Energieeffizienz-Gipfel 27.06.2017 Berlin

Gelebte Energieeffizienz braucht intensive Förderung von Maßnahmen, Technologien und Geschäftsmodellen

Auf dem Energieeffizienz-Gipfel am 27. Juni in Berlin haben Heinz Dürr, Stifter des Instituts für Energieeffizienz in der Produktion EEP der Universität Stuttgart, und EEP-Chef Professor Alexander Sauer dem BMWi-Abteilungsleiter für Energiepolitik Thorsten Herdan ein Positionspapier zur Förderstrategie des BMWi überreicht. Es war das zweite Papier, das vom Uni-Institut EEP zur Politikberatung an das Ministerium ging. Das EEP schlägt beispielsweise vor, dass die CO2- Einsparung die Förderhöhe wesentlich bestimmen soll.

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Quelle: Herdan-Sauer

Im Mai 2017 hatte das BMWi Handlungsempfehlungen zur Fortentwicklung der Beratungs- und Förderprogramme zu den Themen Energieeffizienz und Wärme aus erneuerbaren Energien veröffentlicht und damit den Weg in eine neue grundlegend reformierte Förderstrategie bis zum Jahr 2020 aufgezeigt. Das Stuttgarter Universitätsinstitut EEP, das unter anderem die Aufgabe hat, die hohe Bedeutung der Energieeffizienz für eine erfolgreiche Energiewende in der Öffentlichkeit, Politik und Wirtschaft klar hervorzuheben, nimmt nun in einem aktuellen Positionspapier kritisch Stellung.

Um die Effizienzziele der Energiewende zu erreichen, muss Deutschland aus Sicht des EEP

  • einfacher werden bei der Förderung von Energieeffizienzmaßnahmen
  • die Energieeffizienz als Einzelprojekt und auch als Gesamtsystem denken sowie
  • neue Technologien und Geschäftsmodelle entwickeln.

Aus der Sicht unseres Netzwerks genau der richtige Ansatz: Disruptive Pilotprojekte werden noch immer nicht auf die „Energievermeidung“ als oberstes Zielstrategie einzusparender CO2-Tonnagen ausgerichtet. Wir haben dies zunächst auch ohne Förderung von Hard- und Software umgesetzt, werden dies auch weiter auf Basis der ersten validen Erfolge tun.

Thorsten Herdan sagte bei der Entgegennahme des Papiers im Atrium der Deutsche Bank in Berlin: „Ich begrüße das Engagement der Wissenschaftler des EEP und der Stiftung auf dem Weg zu einer Dekarbonisierungsstrategie für die Industrie. Das Positionspapier des EEP bestärkt uns darin, dass die neue Förderstrategie des BMWi einen Meilenstein in dieser Strategie darstellen kann.“

Heinz Dürr betont: „Mit einer Förderung von Energieeffizienz kann vier- bis zehnmal so viel fossile Energie eingespart werden wie mit einer Förderung von erneuerbaren Energien. Die Energiewende muss uns gelingen. Sei es über eine Förderung von Energieeffizienz durch steuerliche Maßnahmen wie vorgezogene, degressive Abschreibungen oder Sonderabschreibungen, den Abbau von Bürokratie und Regulierung im Energiemarkt oder die Standardisierung von Kompetenzprofilen in der Energieberatung.“

Das Positionspapier ist  hier downloadbar.

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Crowd Climate Tool (CroClime): Our first „own“ H2020 proposal submitted

On june 7th we have successfully submitted our first H2020 proposal as coordinators and technical supervisors: „CroClime“ responds to the topic “Engaging private consumers towards sustainable energy”, included in the call H2020-EE-06-2016-2017. The scope of the call defines the goals of the CroClime project and follows the instructions by implementing effective and innovative measures for […]

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Sektoruntersuchung bei Ablesediensten von Heiz- und Wasserkosten – Bundeskartellamt empfiehlt mehr Wettbewerb bei Ablesediensten

Das Bundeskartellamt empfiehlt Maßnahmen zur Belebung des Wettbewerbs bei Ablesediensten. Die Behörde hat am 4. Mai den Abschlussbericht zu ihrer Sektoruntersuchung im Wirtschaftszweig Submetering vorgelegt. Submetering umfasst die verbrauchsabhängige Erfassung und Abrechnung von Heiz- und Wasserkosten in Gebäuden sowie die Überlassung der dafür benötigten messtechnischen Ausstattung wie Heizkostenverteiler oder Wärme- und Wasserzähler.

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Quartiere – Keimzellen überzeugender Demonstrationsprojekte der Wärmewende- Ergebnisse Projekt Zwanzig20

Energiewende ist Daseinsvorsorge. Eine erfolgreiche Energiewende benötigt eine Wärmewende! Innovationen, Demonstration und gesellschaftliche Akzeptanz spielen  dabei eine Schlüsselrolle. Wir konnten am „Zwanzig20- Forum Wärmewende“ mit eigenen Inhalten informatorisch teilnehmen. Dieses Forum entwickelte erste  Strategien für den zukünftigen Einsatz von innovativen Technologien zur Realisierung der  Wärmewende und veröffentlicht diese nun. Unser Netzwerk fügt ergänzende Erkenntnisse in eigenen Demonstrationsvorhaben hinzu.

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2. Sachstandsbericht Pilotprojekte: Digitale Transfromation bringt messbare Erfolge in Energieeffizienz, Kommunikation und App-Gestaltung

Praktikable Innovationen nicht nur für große Unternehmen, Smart Meter, Smart Meter Gateways und mieterorientierte mobile App´s jetzt schon einsetzen, der digitalen Transformation in der Wohnungs- und Gebäudewirtschaft ein Gesicht geben und konkrete Effizienzerfolge mit validen Zahlen aus der BeKo-Abrechnung untersetzen: Für alle Fachleute nachvollziehbar bilanziert unser Netzwerk die einzelnen Sprossen der Erfolgsleiter. Schritt für Schritt, immer am Einbezug von low invest Maßnahmen orientiert und die Mieter in den Vordergrund stellen: Zum Herbst 2017 werden die ersten Gesamtergebnisse erwartet. Doch valide Einsparquoten zeichnen sich jetzt schon ab.

So konnten schon Reduzierungen der Heizenergie-Volumenströme um bis zu 40% gemessen werden. Dies, obwohl zunächst nur die erste Sprosse der „Erfolgsleiter“ aus mehreren Schritten der „digitalen Transformation“ erklommen sind: Begonnen wurde mit dem Einsatz selbstlernender Algorithmen in Einzelräumen. Im ersten Projekt werden aktuell Smart Meter Gateways installiert, dazu offene HKV-Systeme mit Vorbuchung von HKV-files über Power Line Communication (PLC) ausprobiert. Neue Datenbanksysteme werden mit Projektmitteln auf dem Campus der HTW Berlin bereitgestellt und füttern die BeKo-Systeme der Gebäudebetreiber mit visualisierten Verbrauchsdaten für die Mieter-App und gleichzeitig mit BeKo-fähigen Abrechnungsdaten des Heizenergie-Verbrauchs. Weitere spannende Inhalte werden noch bis zum Herbst installiert sein: Mieter-App-Systeme zum „Selbermachen“, Integration von regenerativen Energien in Power-to-Heat-Systeme und IP-geführtes Reglermanagement.

Mit dem ersten Sachstandsbericht zu den wohnungswirtschaftlichen Pilotmaßnahmen hatten wir die Grundlagen der Pilotierungsziele zum Jahresende 2015 erläutert. Nun sind erste valide Ergebnisse absehbar. Bis zum September 2017 werden alle Pilotprojekte mit vergleichenden Verbrauchswerten versehen. Zum Herbst werden sich erste Quoten aufgrund tatsächlicher BeKo-Abrechnungen an referenzbaukörpern vergleichen lassen.

Da eine zweite Förderperiode bis zum September 2020 geplant ist, wird auch die Unschärfe der Ergebnisse aus nur zwei Betriebsjahren (2015 ud 2016) zum Ende 2018 beseitigt sein, wenn die Ergebnisse aus 2017 vorliegen und eingepflegt sind.

2.Sachstandsbericht

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Call for LOI in an EE6-initiative of applied digital transformation

With the timeline for june 7th 2017 we ask all interested parties to get involved into our EE6-initiative. Nowadays energy efficiency actions require public participation. Before starting projects, the willingness of all participating end users for interaction must be scrutinized. Consideration of COP 21 targets in combination with low cost solutions convince all users, if their active role is clearly visible and the degree of feasibility is in range of daily practical use. So once a disruptive and integrative solution for broad ranges of end users is planned, the early investigation of social influence aspects is a must. ICT driven energy efficiency solutions in quarters – as an early application of digital transformation processes in the society – are in the very early steps of implementation.

First queries, pre-pilot actions together with landlord organisations in different end user structures of different age and gender groups, financial basic requirements generated some successful intermediate results. The first success was the positive response to the overall action, the second success was the measurable drop of energy amounts and therefore the drop of costs. The last factor was the most convincing one.

The CroClime project will take this positive social and technical dynamic as a challenge for a transeuropean application. The project seeks to develop and implement a variation of disruptive, low-cost solutions to enable measurable motivate changes of consumers of heating and cooling energy. ICT-driven measurement methods shall guarantee the image between all types of end user classes. Human willingness to act in individual matter shall be ICT-supported under the respect of all gender and age aspects by lowing the barriers for the sustainable change of user behaviour. The objective is the inclusion of end users, in order to make them a part of the supporting action which will lead to an overall reduced energy consumption including power energy.

present draft form 4.3

LOI_ee6_int

The draft will  be uploaded latest on june 7th to the EU administration. We have prepared a draft that should first of all answer  first questions about technology and organisation as good as questions about the degree of involvement under csa circumstances.

CSA – the involvement of our direct proposal partners
CSA means a 100% coverage of all of the costs that are requested for funding.

Interested partners 9-10
For all interested science and cluster organizations: this is the chance to get involved into the project. Please download our draft and read carefully our aims Please send us a LOI, so that we can check if we can get you integrated. Application partners (third party partners with buildings that should be used as pilot projects) can not be direct project partners. Direct partners should be universities, cluster organizations, chambers and other legal entities.

Application partners, not directed involved in csa action
We want our direct partners to identify further indirect application partners, which want to participate on the pilot project aims shown in the application draft. These partners should bring in an amount of about € 400,- for each piloted dwelling or trade unit. These costs can not be covered by the EE6 framework. So the main duty of our direct partners is the identification and attenddance of further third party housing companies, housing associations, private real estate companies or public authorities and further parties willing to invest into disruptive digital transformation processes as shown in the application form. Please hand out our LOI also to these identifies parties, as an LOI from third parties willing to invest is always a positove evaluation topic. So for these third parties the LOI would mean, that they want to get involved as applicants and investors. The fact, that they will not be funded for that, should be okay for them.

So interested partners from all across EU will find this very concrete application form with a strict timeline. Please check carefully if you can find an entity from your region willing to send us a LOI or please have a look if this could be interesting for yourself. If this application should not be interesting at all for you, please find out if you see some collaboration points with us outside this concrete application initiative. This might be an invest action for application,  r & d or applied science matters in other projects you are involved in. We will be very happy to support some action in your region regarding our proposal topics.

Next steps:

Please send us your LOI and/or your questions asap. We will try to integrate your ideas, your support and your competence to adjust the different technological and administrative questions including the budget questions. Those partners which send us a loi will get the budget plans very soon and we will organise a skype or phone conference after the 9 th 0f may 2017.

Contact:

Jörg Lorenz
Vorstandsvorsitzender

green with IT e.V.
Charlottenstr. 16
10117 Berlin
VR 33664 B
mail: projekte@green-with-it.de
Tel: +49 179 4549780

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Energieeffizienz in Quartieren – Der Blick über die nationalen Grenzen

Green with IT pilotiert aktuell fünf Projekte mit disruptiven energieeffizienten Lösungen und wird zum Herbst 2017 einen Gesamtbericht zu den Ergebnissen abliefern. Vorab lohnt ein Blick über unsere Grenzen hinaus. Europa wächst zusammen, speziell in Fragen der IoT-Nutzung und den unausgeschöpften Effizienzquellen der Heizenergie in Mietwohnungen. Fragestellungen und Lösungsansätze in anderen Ländern sind vergleichbar; die Beteiligten können viel vorneinander lernen.

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EBZ-Konferenz Europäische Fördermittel für die deutsche Wohnungswirtschaft

Die Europäische Union stellt allen Branchen Fördermittel zur Verfügung. Die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft beansprucht bis jetzt aber nur einen winzigen Bruchteil davon. Für Wohnungsunternehmen im Alltagsbetrieb gilt: Zu unbekannt sind die Möglichkeiten, zu komplex die Akquise. Deshalb ist am EBZ – Europäisches Bildungszentrum der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Zusammenarbeit mit dem Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW sowie dem Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen eine Beratungsstruktur rund um europäische Fördermittel und -möglichkeiten entstanden.

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