Hintergrundinfo zum Netzwerk

„green with IT Berlin-Brandenburg“ ist ein Netzwerk aus Unternehmen, die in den Bereichen der Energieeffizienz disruptive Produkte und Lösungen entwickeln und anbieten. Das Ziel des Netzwerkes „green with IT Berlin-Brandenburg“ besteht darin, eine zentrale und offene Kooperationsplattform mit dem Themenschwerpunkt „energy harvesting“, grüne Technologien, Verbrauchstransparenz, Gebäudeassistenz, Browser Apps im Wohn- und Nichtwohnungsbau aufzubauen.

Historie der Pilotprojekte

Mehrwerte aus Energieeffizienz kommen Mietern und Vermietern gleichermaßen zugute. Die Welt spricht IP und alle profitieren davon, wenn die Datensicherheit beachtet wird. Zum Mai 2016 startet die Umsetzungsphase des green-with- IT-Projektes „Meine Wohnung“ in unterschiedlichen Wohnquartieren kommunaler und genossenschaftlicher Wohnungsunternehmen in Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Nicole Jaegers, Vorstand der 2014 als „gewohnt gut“ ausgezeichneten GWG Lübben eG: „Wir gehen neue Wege zur Erschließung lukrativer Mehrwerte und setzen dabei auf gering investive, hoch effiziente Maßnahmen im Sinne der ALFA-Philosophie des BBU. Wie Leitersprossen erklimmen wir klar definierte, aufeinander aufbauende Effizienzschritte zur Verbesserung der Heizwärmebilanz und der Mieterkommunikation“.

Die „Leitersprossen“ wurden in langjährigen Vorpilot-Projekten praxisgetestet: Durchflussbegrenzer, selbstlernende Einzelraumregelungen, IP-Verbundregler, Smart Meter Gateways, skalierbare Energiemanagement-Software bis zum IP-gestützten Quartiersmanagement. „Smarte“ Anwendungen (App´s) unterstützen die Transparenz der wichtigsten Strom- und Heizenergiedaten für Mieter, Hausmeister und Haustechnik-Ingenieure. Sie liefern den Vorständen wichtige Daten zur Optimierung der Energieeffizienz im Sinne des DNK „Nachhaltigkeits-Kodex des Rates für Nachhaltige Entwicklung“. Daniel Schulz, Vorstand der ABG Paradies in Berlin: „Es gibt stichhaltige Gründe zur Abgabe einer DNK –Entsprechenserklärung im Jahresbericht. Unser Ansatz im Sinne der „Innovationen“ ist u.a. die eigene Erzeugung von Transparenzdaten der Heizenergie. Dazu ersetzen wir sämtliche HKV-Komponenten durch innovative Hardware. Diese soll dann die neuen glasfasergestützten Kieznetze über Smart Meter mit permanenten Energiedaten füttern. Kosten für den teuren Einkauf solcher Daten durch Dritte werden vermieden; mit einem Smart Meter Gateway können TV- und Telekom-Netze im Haus überbrückt werden“.

In der Lutherstadt Eisleben ist neben der örtlichen „Wobau“ auch das Stadtwerk mit im Boot. Auch hier werden die Pilotergebnisse über Referenzbaukörper evaluiert. Alle Maßnahmen werden auf Mieterversammlungen erläutert, der Datenschutz orientiert sich nach den Zertifizierungs-Anforderungen des „Bundesamtes für Sicherheit im Informationswesen“ (BSI). Marc Reichardt, Geschäftsführer der Wobau Eisleben: „Wir gehen alle Schritte nach unserer sorgfältiger Vorprüfung mit unseren Mietern gemeinsam. Wir sind gespannt auf die ersten Ergebnisse, die wir zum Sommer 2017 erwarten.“

Das Testbett wird noch um einen kompletten Gesundheitscampus in Berlin erweitert und kann somit auch im Gewerbebereich Vergleichswerte sammeln. Initiator Jörg Lorenz vom Netzwerk green with IT: „In der deutschen Hauptstadtregion wurden Energieeffizienz-Technologien eng an die Bedürfnisse der Wohnungswirtschaft angepasst. Dabei unterstützten uns die Hochschulen und die Wirtschaftsförderer. Anlageneffizienz wird hier zum weltweiten Exportschlager entwickelt. So entstehen belastbare Alternativen zum bloßen Dämmwahn.

Auswirkungen auf die Klimabilanz

Mit unseren disruptiven Ansätzen tragen wir zur Verbesserung der Energie- und Klimaschutzbilanz bei. Wirtschaftlichem Klimaschutz kommt mehr denn je eine Schlüsselrolle für die Zukunftsfähigkeit des Gebäudebestandes zu. Dabei gilt es, ein ganzes Bündel von Zielen miteinander zu vereinbaren. Nur wenn diese Ziele untereinander angemessen ausbalanciert werden, kann Wohnen langfristig ein Nachhaltigkeitsgut bleiben. Die öffentlichen, genossenschaftlichen, privaten und kirchlichen Wohnungsunternehmen im Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) stehen damit für einen nachhaltigen Klimaschutz. Klimaschutzvereinbarungen stehen im Zentrum der BBU-Klimaschutzstrategie. Nach der CO2 -Minderungsinitiative der Berliner Wirtschaft, die der BBU federführend im Jahr 1997 als Alternative zu einer Solaranlagenverordnung entwickelt hat, einer weiteren erfolgreichen Klimaschutzvereinbarung über die Jahre 2006 bis 2010, hat der BBU im Jahr 2011 erneut eine Rahmenvereinbarung mit dem Land Berlin unterzeichnet. Es wurde ein „CO2 -Deckel“ eingeführt, der den Mitgliedsunternehmen ermöglicht, bis zum Jahr 2020 individuell zu vereinbarende CO2 -Obergrenzen für die Emissionen im Wohnungsbestand aus Raumheizung, Warmwasserverbrauch und Hausstrom festzulegen und ggf. mit dem Land Berlin zu vereinbaren. In den Jahren 2011 und 2012 wurden auf dieser Grundlage zwischen den städtischen Wohnungsbaugesellschaften und dem Land Berlin freiwillige Klimaschutzvereinbarungen abgeschlossen. Diese Wohnungsunternehmen haben bis zum Jahr 2020 vereinbart, die jeweiligen CO2 -Emissionen je Wohnung auf 1,12 bis 1,50 Tonnen im Jahr zu senken.