Lange Tradition des Themas Nachhaltigkeit in der Wohnungswirtschaft
In der Wohnungswirtschaft hat das Thema Nachhaltigkeit allein bereits deshalb eine lange Tradition, weil der Bau und die Bewirtschaftung von Wohnraum auf mindestens 50 bis 100 Jahre angelegt sind. Unter- nehmen stellen sich der Verantwortung, kommenden Generationen eine gleichwertige Lebensgrundlage zu schaffen und zu erhalten. Ein langfristiges und auf Stabilität ausgelegtes Denken und Handeln, die Bewahrung vorhandener Ressourcen sowie die Annahme gesellschaftlicher Heraus- forderungen sind dafür die Grundvoraussetzung. Ein Instrument, das hilft, die wichtigsten Aspekte und Aktivitäten ökonomischer, ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit transparent darzustellen und zu berichten, ist daher gerade für Wohnungs- und Immobilienunternehmen von besonderer Wichtigkeit.

DNK schafft Transparenz und Vergleichbarkeit
Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK), der vom Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) der Bundesregierung verantwortet wird, versteht sich nicht nur als eine über- sichtliche Ergänzung eines Nachhaltigkeitsberichtes, sondern er schafft Transparenz und Vergleichbarkeit. Durch die Untermalung der Glaubwürdigkeit unterstützt er so den Zugang zu Märkten. Er lenkt den Blick auf das Wesentliche und gibt Anstöße, das firmeninterne Nachhaltigkeitsmanagement weiter voranzubringen. Während die Informationen für die Berichterstattung zusammengetragen werden, findet gleichzeitig eine Analyse der inneren Strukturen statt, und es können weitere Einflussmöglichkeiten und Verbesserungspotenziale aufgezeigt werden. Auch die Mitarbeiter werden für das Thema sensibilisiert und können in die Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie eingebunden werden. Später können die Entsprechenserklärungen als Zeitreihe dienen, an der sich ablesen lässt, wie sich das Unternehmen entlang seiner Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt und verändert hat.

Positionierung gegenüber den Stakeholdern und der Öffentlichkeit
Mithilfe einer DNK-Entsprechenserklärung kann sich jedes Unternehmen gegenüber seinen Stakeholdern klar positionieren und der Öffentlichkeit die Bereiche aufzeigen, für die es Verantwortung übernimmt und in denen es sich besonders engagiert. Der positive Einfluss, den das Unternehmen auf seine Umwelt ausübt sowie die Vorbildfunktion, die es für seine Anspruchsgruppen einnimmt, werden in 20 übersichtlichen Kriterien und klaren Fakten dargestellt. Der klassische Beleg der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit eines Unternehmens im Geschäftsbericht wird somit um die Darstellung und Bewertung von Nachhaltigkeitsaspekten rund um die Themen Ökologie und Soziales ergänzt.

DNK reduziert komplexe Kriterien auf das Wesentliche
Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex baut auf bereits bekannten Initiativen wie dem UN Global Compact, den OECD Leitsätzen, der ISO 26000 und der Global Reporting Initiative auf, setzt dabei jedoch einen Fokus auf die für den Kapitalmarkt wichtigsten nicht nanziellen Informationen und Kenn- zahlen. Ermittelt wurden diese während eines Stakeholder-Dialogs mit wichtigen Akteuren des Kapitalmarktes und von verschiedenen Unternehmen. Der Kodex reduziert somit die teilweise sehr komplexen Kriterien auf das Wesentliche, bietet dabei gleichzeitig jedoch eine Anschlussmöglich- keit an gängige Standards.

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