Aufstellung zum Demonstratoren-Projekt Zwanzig20 Forum Wärmewende

Mit der üblichen Formulierung: “The following proposal has been submitted to the Participant Portal Submission System” wurde die erste Antragsannahme einer green wit IT – Beteiligung von der EU-Kommission bestätigt: Im Programm H2020-INNOSUP-2015-1 hat green with IT seine Projektbeteiligung unter Federführung des baskischen Energieclusters mit eingereicht.

green with IT nimmt hier die Rolle des Energieeffizienz-Partners ein. Hauptgegenstand ist die Produktion und Verteilung von maritimer erneurbarer Energie (MRE). Die hier überreichlich fließende Energie soll in definierte Pilotierungen überall in Europa einfließen und konsequent effiziente
neue Prozesse unter der Einbindung von energy harvesting Lösungen anregen. Erste Rauchzeichen über eine Bewilligung werden frühestens in sechs Monaten erwartet.

 

horizon 2020 Vorstellung green-with-it-Antragsziele bei der EU-Kommission in Brüssel

Am 29.04.2015 hat green with IT seine langfristigen Antragsziele im Rahmen eines Projekt-Workshops bei der EU-Kommission in Brüssel vorgestellt. Berlin Partner hatte eingeladen und wichtige Fachleute aus der Kommission kamen in die Brüsseler Berlin-Depandance am Place Ambiorix. Eingebettet in die Themenkreise der Energieeffizienz, Smart Home und erneuerbare Energien, konnte unser Netzwerk die Fahrpläne für einen eigenen horizon 2020 – Antrag  umfassend erörtern und Entscheidungsgrundlagen ausführlich mir erfahrenen Profis diskutieren.

Zum gwit-Beitrag

Eric Lecomte, Policy Officer der DG für Energie, beschäftigt sich hauptsächlich mit Anträgen zu den Themen “new energy technologies, innovation and clean coal”. Sein Kommentar: “Ihre Antragsziele sind höchst interessant für uns. Ich kann Sie nur ermutigen, den neuen Projektcalls für 2016/2017 zu folgen. Im September werden wir dazu eine Fachveranstaltung in Brüssel organisieren, zu der ich Sie herzlich einlade”.

Mit Berlin-Partner, vertreten durch Anke Wiegand, Jörg Exner und Markus Hell, wurde folgender Fahrplan verabredet:

– Konstituierung einer Arbeitsgruppe unter Zuhilfenahme eines BMBF-Vorbereitungsprojektes. Hier finden sich  – bei erfolgreicher Zuwendung – die Konsortialpartner in Ruhe und besprechen die “objectives, work packages, timelines und deliverables” bis zur Antragsreife.

– im September werden die passenden Calls für 2016/2017 identifiziert

– für das Frühjahr 2016 wird eine Antragstellung angestrebt.

Neben den guten Kontakten zu vielen skandinavischen Netzwerken und Partnern können über das Büro von Berlin Partner Brüssel auch weitere potenzielle Partner und -cluster gefunden werden. Hierzu zählen neben Barcelona auch Wien und Paris Region sowie die Lombardei.

 

Nachtwind: Evaluierung der Projektierungsansätze “Wärmewende” im Projekt zwanzig20

Eines der geplanten green with IT-Quartierskonzepte wird in das Bewertungsmodell im Arbeitspaket 3 “Erarbeitung von Werkzeugen” im zwanzig20-Forum „Masterplan Energiewende – Wärme neu gedacht!“aufgenommen.

Das Forum entwickelt Strategien und Handlungsoptionen für den zielgerichteten Einsatz von Innovationen aus dem Wärmesektor zur Realisierung der Wärmewende. Dabei soll durch das Forum eine Innovations- und Informationsplattform zur Thematik „Wärme“ entstehen, welche Entscheider und Nutzer mit der Wissenschaft und den technologisch innovativen Firmen, aber auch den Erzeugern von Wärme vernetzt. Der dazu notwendige Strategieprozess wird begleitet durch thematisch gebündelte Vorhaben, die systemrelevante Impulse geben und exemplarisch die zu erwartenden Wertschöpfungspotentiale belegen.

“Wärmewende und Forschung” stellte Prof. Erich Huenges vom Deutschen GeoForschungsZentrum (GFZ) in den wissenschaftlichen Kontext und begleitete die Veranstaltung als Moderator im ganztägigenProgramm.

Diese Inhalte knüpfen an die Förderpolitik des BMBF an, das bereits in den vergangenen zehn Jahren mit der Innovationsinitiative „Unternehmen Region“ und seit 2008 mit dem Programm „Spitzenforschung und Innovation in den Neuen Ländern“ insgesamt über 1 Milliarde Euro in Kooperationsprojekte investiert hat. Im Rahmen von „Unternehmen Region“ wurden bis heute rund 400 regionale Bündnisse in Ostdeutschland gefördert.

Siegfried Rehberg, Bereichsleiter Technik beim Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU), bereicherte die GFZ-Projektkonferenz am 15.04. in Potsdam-Hermannswerder mit deutlichen Anforderungen und Grundlagen aus Anwendersicht: Das Helmholtz-Zentrum als Projektträger hatte zum Projektauftakt geladen und 45 Fachleute unterschiedlicher Disziplinen waren erschienen, um die Projektgewinner des zwanzig20-Projektes kennen zu lernen und deren Inhalte zu diskutieren.

Dr. J. Lauterjung, Direktor am GFZ und Projektleiter des Forums, stellte die Gründe vor, warum Deutschland die Wärmewende braucht. Burkhard Zschau von Faktor i 3 erläuterte die konkreten Inhalte und Ziele des Arbeitspaketes 3.

Green with IT wird mit sieben Pilotprojekten übertragbare Ansätze einliefern und so vergleichbare Evaluierungen anstreben.

Auf Wunsch senden wir Ihnen einzelne Vortragstitel zu. Ihre Anfrage richten Sie bitte an kommunikation@green-with-it.de.

Projekt gering investiv: 20% Wärmeenergie einsparen mit Energy Harvesting Technologie

30.04.2015

Inhalte eines horizon 2020-Vorhabens “myflat collect” mit 15 Wohnungsunternehmen in Brüssel vorgestellt

Unabhängige Studien belegen, dass durch eine verbrauchsabhängig gesteuerte Wärmeverteilung deutliche Energieeinsparungen ohne Komforteinbußen möglich sind. Gerade im Bestand macht aber der Installations- und Wartungsaufwand von Gebäudeautomation oder „Smart Home“-Produkten die Installation solcher Systeme oft unwirtschaftlich. Eine Neuentwicklung zur nutzungsabhängigen Temperaturregelung von Einzelräumen ebnet jetzt auch in solchen Objekten den Weg für effizienzsteigernde Automation: Die EnOcean-basierte  Einzelraumregelung „en:key“ kommuniziert per Funk – und bezieht den Strom dafür komplett aus Licht oder Wärme der Installationsumgebung, ist also in jeder Hinsicht autark; ohne Stromnetz und ohne Batterieversorgung.

Insbesondere der Einsatz der Peltier-Elemente in den Ventilreglern hat sich dabei als ausgesprochen belastbar erwiesen und über zwei komplette Heizperioden hinweg über die formale Betriebskostenabrechnung als verlässliche und gering investive Energieversorgung bestätigt.

Bis zu 20 Prozent Endenergie lassen sich sparen, wenn Räume nur bei tatsächlicher Nutzung mit der vorgewählten Komforttemperatur beheizt werden. Das ergab die Auswertung zahlreicher Feldversuche unter Realbedingungen und in Praxisanlagen, die zur Markteinführung der intelligenten Einzelraumregelung „en:key“ bei vielen großen Wohnungsunternehmen quer durch Deutschland durchgeführt wurde: Das System erzielt die Einsparungen durch eine Absenkung der Raumtemperatur um bis zu 4 °C, wenn über längere Zeit ein Zimmer nicht genutzt wird. Dafür registriert und prognostiziert ein Raumsensor mit Präsenzmelder die Nutzungsphasen und steuert per Funk spezielle energieautarke EnOcean-basierte Ventilregler an den Heizkörpern (ohne Batterien oder Kabel). Sie regulieren dann entsprechend die Wärmeabgabe. Dieser Prozess funktioniert automatisch, ohne dass Eingriffe durch die Nutzer erforderlich sind:

Um die dauerhaft sichere Funktion der Einzelraumregelung bei gleichzeitig möglichst einfacher Installation auch im Bestand zu gewährleisten, geht der Hersteller „Kieback&Peter“ einen neuen Weg bei der Stromversorgung der Sensorik und Aktorik. Während der Raumsensor über Photovoltaik aus dem Umgebungslicht Energie gewinnt und speichert, arbeitet im Ventilregler ein Peltier-Element als Thermogenerator.

Strom aus Heizwärme

Strom aus Wärme, diese Prinzip wird durch den Einsatz von elektrothermischen Wandlern – den Peltier-Elementen – realisiert. Der Aufbau der Peliter-Elemente ist durch in Reihe geschaltete Halbleiter charakterisiert, die abwechselnd eine positive und negative Leitfähigkeit aufweisen. Diese Halbleiter-Elemente sind zwischen thermisch leitenden Keramiken eingebettet. Beim Anlegen von unterschiedlichen Temperaturen baut sich eine Stromfluss auf, der als elektrische Energie abgegriffen werden kann. Im Ventilregler von „en:key“ ergibt sich die für die Stromerzeugung notwendige Temperaturdifferenz aus dem warmen Heizungswasser und der niedrigeren Raumtemperatur.

Dieser Prozess hat seine Stabilität über zwei Heizperioden hinweg nachgewiesen und ist formal gegenüber den (begeisterten) Mietern abgerechnet worden. In keiner der installierten Anlagen gab es einen Ausfall der Energieversorgung der Ventilregler. Selbst nach der Sommerpause ohne Versorgung mit Heizungswasser, also auch ohne Stromerzeugung benötigte das System nur wenige Stunden, um sich komplett zu synchronisieren und die gespeicherten Heizprofile wieder bedarfsgerecht zu reaktivieren.
Die autarke Energieversorgung trägt gleichzeitig zur kurzen Amortisationszeit des Systems „en:key“ von durchschnittlich drei Jahren bei, da keine aufwändigen Installationen notwendig werden.

Green with IT wird mit dieser Technologie weitere wohnungswirtschaftliche Lösungen der Heizwärme-Transparenz anregen und hat dazu aktuell eine Projektgruppe mit acht Wohnungsunternehmen aus ganz Deutschland gegründet. Die Antragstellung eines horizon 2020-Projektes ist geplant und wurde am 29.05 bei Eric Lecomte von der DG Energy der Europäischen Kommission zusammen mit Berlin-Partner in Brüssel vorgestellt. Hier eine Zielstellung der Heizkosten-Transparenz, eingebettet in eine wohnungswirtschaftliche Gesamt-App:

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B2C_DE_full

 

 

BMWI: Staatssekretärin Zypries sieht Vertrauensbasis für Smart-Home-Produkte dank Zertifizierungssystem

Offenbach, 26.3.2015. Erstmals demonstrierten Experten beim heutigen “Plugfest” in Offenbach/Main live ein neues Prüfsystem zum Nachweis, dass vernetzte Smarthome-Produkte einwandfrei zusammenspielen. Das Prüfsystem wurde im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderten Forschungsprojekts “Zertifizierungsprogramm Smart Home + Building” unter Federführung des VDE-Verbands entwickelt und kann Hersteller auch in der Qualitätssicherung unterstützen.

Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie: “Die neuen Möglichkeiten der Heimvernetzung sind für die deutsche Wirtschaft ein wichtiger Markt. Voraussetzung ist, dass sich Verbraucher für Smarthome-Produkte entscheiden. Deshalb ist es besonders wichtig, dass Produkte unterschiedlicher Hersteller miteinander verbunden werden können. Durch die Kombinationsmöglichkeit vergrößert sich die Auswahl der Produkte. Das ist im Sinne der Verbraucherinnen und Verbraucher. Deswegen finde ich es gut, dass wir mit dem neu entwickelten Prüfsystem den Nachweis für eine mögliche Vernetzung von Smarthome-Produkten erbringen können.”

Was sagt der Informatiker Andrew S. Tanenbaum dazu: „The nice thing about standards is that you have so many to choose from“. Hier eine Übersicht über die Gesetzeslage:

Quelle: Rolf Uhlig, webolution, Dr. Lutz Martiny, achelos GmbH

Weitere Infos unter
www.smarthome2market.de.

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