Nachhaltiges Wohnen: Wohnungswirtschaft legt neuen Leitfaden zur Nachhaltigkeitsberichterstattung vor

Mit fünf Mitgliedsbetrieben nahm green with IT an der Nachhaltigkeitskonferenz des GdW teil und stellte dem Präsidenten Axel Gedaschko die Idee der Clusterung aller Wohngebiets-Wasserspeicher zur Versorgung mit regenerativer Energie als „große Stellschraube“ vor. Gemeinsam kann diese riesige Kapazität der Politik als Handlungsfeld klimabilanz-verbessernden Wirkens zusammen mit bewuusteren Mietern vorgestellt werden.

Zur Nachhaltigkeitsberichterstattung gegenüber Stakeholdern hat der GdW gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Große Wohnungsunternehmen (AGW) und dem Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) im vergangenen Jahr eine auf die Wohnungswirtschaft ausgerichtete branchenspezifische Ergänzung des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) vorgenommen. Damit wird vor allem kleineren und mittleren Wohnungsunternehmen, die keine umfassende Nachhaltigkeitsberichterstattung durchführen, ein Instrument für eine sehr schlanke und fokussierte Berichterstattung an die Hand gegeben.

Der neue „Leitfaden zur branchenspezifischen Ergänzung des DNK – Orientierungshilfe für Wohnungsunternehmen des GdW“ soll als Unterstützung zur Beantwortung der DNK-Kriterien dienen. Dazu haben sechs Wohnungsunternehmen in einem gemeinsamen Modellprojekt den Prozess der Abgabe einer DNK-Entsprechenserklärung, eines darauf bezogenen Erfahrungsaustausches sowie einer gegenseitigen Beratung durchlaufen.

„Für Wohnungsunternehmen ist der neue Leitfaden zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex, der speziell für die Wohnungswirtschaft ergänzt wurde, eine unverzichtbares Instrument. Damit können wir auf einfache Art offen legen, was wir tun, um die großen Herausforderungen im Bereich Wohnen und Umwelt zu lösen“, sagte Franz-Bernd Große-Wilde, Verbandsratsvorsitzender des GdW und Vorstandsvorsitzender der Spar- und Bauverein eG Dortmund – eines der Wohnungsunternehmen, die Teil des Modellprojekts waren.

„Die Wohnungswirtschaft bestärkt mit dem neuen Leitfaden erneut ihr Bekenntnis zur nachhaltigen Unternehmensführung. In ihrem Geschäftsmodell der dauerhaften und qualitätsvollen Bewirtschaftung von Wohnungen spielt Nachhaltigkeit eine große Rolle. In der öffentlichen Kommunikation der Wohnungsunternehmen gegenüber ihren Stakeholdern hat dies zwei Ausprägungen: die Zertifizierung neuer Wohngebäude und die Nachhaltigkeitsberichterstattung“, so der GdW-Chef.

Der „Leitfaden zur branchenspezifischen Ergänzung des DNK – Orientierungshilfe für Wohnungsunternehmen des GdW“ zum Download

Alle Infos zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex: www.deutscher-nachhaltigkeitskodex.de. Weitere Infos zur Nachhaltigkeit in der Wohnungswirtschaft finden Sie hier.

Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen vertritt als größter deutscher Branchendachverband bundesweit und auf europäischer Ebene rund 3.000 kommunale, genossenschaftliche, kirchliche, privatwirtschaftliche, landes- und bundeseigene Wohnungsunternehmen. Sie bewirtschaften rd. 6 Mio. Wohnungen, in denen über 13 Mio. Menschen wohnen. Der GdW repräsentiert damit Wohnungsunternehmen, die fast 30 Prozent aller Mietwohnungen in Deutschland bewirtschaften.

green with IT hat jüngst erste eingebettete Simulationen von Bestandsgebäuden vorgelegt. Schwerpunkt ist die Integration von wind-to-heat-Kapazitäten in Wohngebiete über die dort vorhandenen Wasserspeicher zur Warmwasser-Versorgung. Heizwärme in Wohngebäuden hat einen Anteil von 35% an der nationalen Klimabilanz. Warmwasserproduktion macht davon ca. 20% aus.

An diesem nationalen Bilanzposten von 7% hat die kommunale und genossenschaftliche Wohnungswirtschaft einen hohen Anteil über die großen Wohnungsunternehmen, die riesige Gebäudekomplexe wie etwa das Märkische Viertel steuern.

Doch es gibt aktuell noch viele Hemmnisse, dieses Potenzial zu erschließen, u.a. auch steuerliche Gründe. Diese Hemmnisse sollten Gegenstand der detaillierten Arbeit zur Verbesserung der Klimabilanz werden. Wenn die politischen Rahmenbedingungen geschaffen werden, so kann sich hier ein neues großes Potenzial der deutschen Energiewende als praxisnahe Lösung für „smartere Cities“ entfalten.