04.12.2018 HTW Berlin: Evaluation digitaler gestützter energetischer Prozesse im wohnungswirtschaftlichen Quartier – Präsentation unserer Pilotprojekte aus drei Betriebsjahren

Auf der Suche nach praktikablen und bezahlbaren Lösungen zur Umsetzung der Digitalisierung in der Immobilienwirtschaft hat unser Netzwerk in Kooperation mit mehreren Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften konkrete Pilotprojekte initiiert und umgesetzt. Konzipiert mit parallel geprüften Referenzbaukörpern haben wir “ganz normale” Wohnungen ausgestattet, nachdem wir gemeinsam mit den Vermietern die Ziele und Umsetzungsdetails mit den Mietern ausführlich kommuniziert hatten.

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Energie und IT initiieren mehr valide Effizienzerfolge und Standortstärken als vermutet. Immer mehr erkennbare neue Geschäftsmodelle werden in der Hauptstadtregion erfolgreich getestet und bringen validen Nutzen für Vermieter und Mieter. Auch Energielieferanten und -verteiler klinken sich mit zielführenden Aktionen ein: So stattet etwa der örtliche große Wärmeversorger Vattenfall Wärme GmbH sämtliche Haus-Anschluss-Stationen in Berlin mit Smart Metern aus, die die Werte des Primärkreislaufs an die Kunden kommunizieren.

Neue Schlagworte entstehen in der digitalen Transformation entlang der Verschmelzung von Energie und IT: mobile App´s für Mieter, selbstlernende Algorithmen in Einzelräumen, Energy Harvesting Prozesse, prädiktive Lastkurven, 5G-Anwendungen der Heizverbrauchstransparenz, zertifizierte Quartierlösungen, telemetrische Speditionsnetze, work@home und die Umsetzung von frühen Smart Meter Gateway-Projekten auch unterhalb der 6000 kWh-Grenze.

Noch spannender wird der Blick auf sichere und nach Datenschutzrichtlinien zertifizierte Anwendungen.Digitalisierung und Vernetzung bringen neue Quartierlösungen hervor, die selbst in gut bewirtschafteten Beständen noch große Effizienzen heben und so valide CO2-Senkungsraten ausweisen. Wohnungswirtschaftliche Akteure präsentieren IT-geführte Senkungspotenziale im Bereich der größten Stellschraube unserer Energiebilanz: der Heizenergie!

Gehirnschmalz vor Styropor lautet die Devise. Valide Pilotierungsergebnisse offenbaren erstaunliche Senkungspotenziale in Gewerbe- und Wohnobjekten und werden direkt von den Betreibern der Wohngebiete und Campusse berichtet; Return-On-Invest-Aussichten inklusive.

Gestaltungsrahmen EPBD, EED, GEG: Gehirnschmalz vor Styropor

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme! Ihre Anmeldung erbitten wir bis Freitag, den 30.11.2018 über
den Link:

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Mitmach-Grundlagen und Hintergründe

Vorbericht

green-with-IT-Konferenz zum Energieforum West 2019: Sichere digitale Netze sind die Grundlage aller digitalen Energieprozesse im Quartier

Ohne Sicherheit ist alles nichts. Die Grundlage aller digital gestützten Energieeffizienz-Prozesse ist der belastbar sichere Betrieb im Quartier. Energiemanagement war gesetzlich schon immer besonders abgesichert, wenn es um den Netzbetrieb von Strom- und Gasprozessen ging. Das Bundesamt für die Sicherheit im Informationswesen (BSI) hatte  schon in der Vergangenheit den so genannten „IT-Grundschutz“ verlangt. Attacken auf Energieerzeuger – wie im Buch „Blackout“ in der Konsequenz beschrieben – konnten so bis heute erfolgreich verhindert werden.

Doch wie lassen sich diese Sicherheits-Garantien auf energetische Quartierprozesse der Wohnungswirtschaft übertragen? Gerade bei den Themen Heizwärme und Smart Home ist das oben benannte „Schutzprofil“ gar nicht gefordert! Nun, die Sicherheit lässt sich ebenso einfach wie komplex herstellen: Durch Übertragung der Schutzprofil-Anforderungen im Rahmen des vorhandenen BSI-„Grundschutzes“, im internationalen Sprachgebrauch auch „common criteria“ genannt.

Einfach: Die Grundlagen sind vorhanden, beim BSI als Handbuch abrufbar, auf alle neuen Prozesse so anwendbar, dass die Konformität zum BSI-Grundschutz entsteht und zertifiziert werden kann.

Dastensicherheit: Grundlagen Energieeffizienz im Quartier

Komplex: Wie am Kaugummi-Zertifizierungsprozess der „Smart Meter Gateways“ ersichtlich, schlägt das Murphysche Gesetz voll zu: angekündigte Termine müssen immer wieder nach hinten verschoben werden. Nach wie vor ist es nicht gelungen, mindestens drei Hersteller erfolgreich durch den Zertifizierungsprozess zu bringen. Dies ist aber die Grundforderung des BSI für die erste Zertifizierung dieser Geräte. Diese wiederum bilden die Grundlage sicherer energetischer Quartierprozesse.

Und dennoch: In vorgelagerten Pilotprojekten hat die Wohnungswirtschaft den Alltagsbetrieb von Smart Meter Gateways in Quartieren erfolgreich simuliert. Diese Ergebnisse machen Mut zur erweiterten Umsetzung in großen Quartieren. Auf unserer Konferenz steht die Sicherheit digital gestützter energetischer Quartierprozesse im Vordergrund. Spannend ist dabei die Beleuchtung speziell wohnungswirtschaftlicher Alltagsaufgaben, die positve Auflösung des Vermieter-Mieter-Dilemmas.

Gestaltungsrahmen EPBD, EED, GEG: Gehirnschmalz vor Styropor_WoWi.docx

Unsere Konferenz am 21.01.2018 im EBZ im Rahmen des „Energieforums 2019“ steht unter dem Motto:

Sichere Speditionsnetze für telemetrische Daten – Ergebnisse aus wohnungswirtschaftlichen Smart Meter Gateway Projekten

Wir lassen die Partnerbetriebe der Wohnungswirtschaft berichten: Wie kommen die ersten Schritte zur Einführung digitaler Prozesse bei den Mietern an? Wie erzeugen wir Begeisterung?

Wir laden Sie herzlich ein, wichtige Details zur Umsetzung auch in Ihren Quartieren kennen zu lernen und freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Buchungen sind ab: 30.10.2018 möglich.

Kanadischer Workshop Smart Energy: green with IT, WINDNODE und andere Schwerpunkte am 09.November 2018

Am 09.November 2018 hatte der kanadische Botschafter zum „Smart Energy Canada-Germany Workshop“ in die kanadische Botschaft am Leipziger Platz eingeladen. Neben unserem Vortrag zu disruptiven Innovationen zur Wärmewende kamen auch weitere Gestalter der deutschen Energiepolitik und -technologie zu Wort.

  • German Trade and Invest (GTAI) wird über die deutsche Energiewende und den Energiemarkt berichten
  • Markus Graebig vom Projekt WINDNODE erläutert Projektdetails und Ansätze der Feldversuche
  • Robert Spanheimer vom bitkom ^skizziert den Smart Meter Rollout in Deutschland

und zahlreiche weitere Referenten aus Kanada und Deutschland präsentierten die unterschiedlichen Facetten und Sichtweisen, Projektergebnisse und Meinungen zum Thema „Smart Energy“.

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Zum Vortrag green with IT

 

 

11.10.2018 Gemeinsames „Technisches Fachgespräch“ mit dem BBU: BSI-konforme Sicherheitsnetze für die Wohnungswirtschaft

Am 11.10.2018 hat unser Netzwerk eine Delegation des BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen empfangen. Im Rahmen eines „Technischen Fachgesprächs“ informierten sich 35 Vertreter des Verbandes über Infrastruktur-Themen und Grundlagen der Datensicherheit in Kommunikationsnetzen.

Daniel Schulz, Vorstand der ABG „Paradies“ Berlin-Bohnsdorf, berichtete über Ergebnisse aus einer dreijährigen Pilotphase, in der erste digitale Quartierprozesse ausprobiert wurden: Da zertifizierte Smart Meter Gateways noch nicht zur Verfügung standen, wurden die zukünftig absehbaren Prozesse durch den Einsatz eines sogenannten „Multi Utility Controllers“ (MUC) simuliert. Erster Nutzen ist ein auf PLC-Basis selbst gebautes Kommunikationsnetz für Heizverbrauchs-Daten. Damit wird eine erstrebenswerte Unabhängigkeit von HKV-Dienstleistern erreicht.

Vortrag Daniel Schulz, ABG Paradies Berlin-Bohnsdorf

 

Ein weiterer Prozess war der Einsatz selbstlernender Algorithmen in Einzelräumen, mit deren Hilfe die Mieter bis zu 20% an warmen Betriebskosten (Heizung) einsparen können. Zu den einzelnen Pilot-Inhalten wird in Kürze ein detaillierter Evaluationsbericht erwartet.

Neben der Einordnung wohnungswirtschaftlicher Grundprozesse in den Gesamtrahmen der BSI-konformen Datensicherheit

Vortrag Datensicherheit green with IT

 

erfolgten weitere Vorträge der TU Dresden zu Gefahrenquellen in Kommunikationsnetzen

Vortrag TU Dresden

 

sowie des Gastgebers, der Netcom Connected Services GmbH, zur detaillierten Herstellung sicherer, sprich BSI-konformer Speditionsnetze für gebäudetelemetrische Daten.

Vortrag Netcom zur BBU-Tagung

Abgerundet wurde die Informationsveranstaltung durch einen Besuch der Leitwarte für Energienetze.

Der Leiter der Delegation, Dr. Jörg Lippert, war sich nach intensiver Diskussion der Grundlagen mit den Teilnehmern darin einig, dass diese Infrastruktur-Themen weiter entlang der wichtigsten wohnungswirtschaftlichen Prozesse vertieft werden werden.