Forum VdW Rheinland-Westfalen 26/27.06.2018 Düsseldorf: green with IT referiert im Workshop „Daten- und Informationssicherheit “ DGSVO

Diskussionsplattform, Branchentreff und eine gute Gelegenheit zur kompakten Weiterbildung für Fach- und Führungskräfte: Einmal im Jahr veranstaltet der VdW Rheinland Westfalen das VdW-Forum Wohnungswirtschaft.

Zum Programm

Das Forum ist eine 1,5-tägige Fachveranstaltung für VertreterInnen der ehemals gemeinnützigen Wohnungs- und Immobilienwirtschaft. Weiterlesen

EBZ-Arbeitskreis Interne Revision 26.04.2018 Berlin: green with IT referiert zum Thema DSGVO

Schwerpunktthemen am 26. und 27.04.2018 in Berlin sind diesmal Datenschutz, Tax-Compliance und Massendatenanalyse.

Ab dem 25. Mai 2018 gilt Sie – die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)!

Zahlreiche Neuerungen, wie das „Recht auf Datenmitnahme“, umfangreichen Informationspflichten für Mieter und Mietinteressenten und ein gestiegener Einfluss der Aufsichtsbehörden werden auf die Wohnungswirtschaft zukommen. Weiterlesen

Digitale Transformation auf der Light+Building 2018: green with IT präsentiert bus-basierte CO2-Senkungsstrategien

green with IT präsentierte auf der light & building 2018

Die Digitale Transformation erfasst und verändert auch die Gebäudeautomation und das Gebäudemanagement. Die Kommunikation zwischen Geräten und Systemen war schon bisher ein zentrales Element intelligenter Gebäude. Das Internet of Things (IoT) hebt jetzt die Möglichkeiten der Vernetzung auf eine neue Ebene. Zwingende Voraussetzung dafür ist Interoperabilität, welche ein entscheidenden Faktor dafür sein wird, die Potenziale überhaupt nutzen zu können. Weiterlesen

01.03.2018 IHK Berlin: Wärmewende-Veranstaltung zu Energieeffizienz-Erfolgen made by IoT

Durch Energieeffizienz zum Smarten Quartier war das Motto der Veranstaltung, Erfolgsbeispiele aus der Wohnungs- und Gewerbewirtschaft waren der Inhalt, Unterstützung Berliner CO2-Ziele sind das nachhaltige Thema. Welcher Gewinn entsteht auch für die Endnutzer aus der Verbindung von Energieeffizienz und digitalen Werkzeugen aus dem „Internet of Things“? Wie genau lassen sich Stadtrenditen rechnen, welchen Beitrag kann die Heizenergie zur Verbesserung der Klimabilanz in validen Tonnagen leisten?

Das Beste vorweg: Die konstruktive Debatte um die CO2-Ziele Berlins war durch die Grundlagen-Vorträge  so inhaltsreich vorbereitet, dass das Gesamtplenum trotz vorweg diskussionsbedingter Zeitüberschreitung und trotz lockendem Buffets kein Ende finden wollte Weiterlesen

green with IT -Veranstaltung am 15.01.2018 im Energieforum West – IoT: Praxisumsetzungen der digitalen Transformation in der Wohnungswirtschaft

Rückmeldung zum Energieforum West

In der Vergangenheit etablierte sich das Energieforum West zum Leit-Kongress der Wohnungswirtschaft rund um Energieeffizienz und Energieerzeugung. Am 15. und 16. Januar 2018 kamen erneut hochkarätige Akteure und Praktiker unterschiedlicher Fachrichtungen für den interdisziplinären Austausch zusammen. Ziel war es, Wissen aus ersten Umsetzungen zu transferieren, innovative Ideen zu entwickeln und zukunftsweisende Geschäftskonzepte voranzutreiben.  

Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, Handwerk, Energiedienstleister, Wissenschaft und Forschung, Verbände und Politik – sie alle beschäftigt die Energiewende. Sie erarbeiten neue Konzepte, machen eigene Weiterlesen

Crowd Climate Tool (CroClime): Our first „own“ H2020 proposal submitted

On june 7th we have successfully submitted our first H2020 proposal as coordinators and technical supervisors: „CroClime“ responds to the topic “Engaging private consumers towards sustainable energy”, included in the call H2020-EE-06-2016-2017. The scope of the call defines the goals of the CroClime project and follows the instructions by implementing effective and innovative measures for […]

COP 21 Berlin: gelungene Bilanzierung eingesparter CO2-Mengen aus der Gebäude-Heizenergie

Ein gelungenes Beispiel der Bilanzierung konkreter CO2-Tonnagen aus dem Gebäudebestand der Hauptstadtregion: Die BBU Klimabilanz 2014. Aus den Angaben für rund 384.000 Wohnungen im Land Berlin und 169.000 Wohnungen im Land Brandenburg, das sind jeweils mehr als die Hälfte der jeweiligen Bestände der Wohnungsunternehmen im BBU, wurde eine Hochrechnung für den Gesamtbestand von 700.000 Wohnungen im Land Berlin und 350.000 Wohnungen im Land Brandenburg vorgenommen. Zusammen werden die Länder Berlin und Brandenburg bereits jetzt um jährlich mehr als 2,9 Millionen Tonnen CO2 entlastet.

Zur BBU-Bilanz

Die wichtigsten Ergebnisse:

Land Berlin

Hochgerechnet emittierten die rund 700.000 Wohnungen der Berliner BBU-Mitgliedsunternehmen aus Heizung, Warmwasser und Hausstrom im Jahr 2014 1 bis 1,2 Millionen Tonnen CO2; das sind knapp sechs Prozent der gesamten CO2-Emissionen des Landes Berlin. Die gesamten CO2-Emissionen im Land Berlin werden vom Amt für Statistik für das Jahr 2013 aus dem Endenergieverbrauch mit 20,8 Millionen Tonnen angegeben.

Gegenüber 1990, dem Basisjahr des Kyoto-Protokolls, sanken die CO2-Emissionen für Raumheizung, Warmwasser und Hausstrom im Wohnungsbestand der BBU-Mitgliedsunternehmen im Land Berlin um 56 Prozent auf durchschnittlich 1,53 Tonnen CO2 je Wohnung bzw. rund 24 Kilogramm CO2 je Quadratmeter Wohnfläche im Jahr 2014. Das entspricht einer Einsparung von rund 1.410.000 Tonnen CO2 im Jahr.

Land Brandenburg

Bezogen auf alle rund 350.000 Wohnungen, die von den BBU-Mitgliedsunternehmen bewirtschaftet werden, emittiert dieser Bestand landesweit rund 0,4 bis 0,6 Millionen Tonnen CO2; das sind gut zwei Prozent der gesamten CO2-Emissionen des Landes Brandenburg. Die gesamten CO2-Emissionen im Land Brandenburg werden vom Amt für Statistik für das Jahr 2013 aus dem Endenergieverbrauch mit 27,9 Millionen Tonnen angegeben.

Die CO2-Emissionen der Wohnungen der BBU-Wohnungsunternehmen wurden im Land Brandenburg seit 1990 um etwa 77 Prozent auf im Schnitt 1,27 Tonnen CO2 je Wohnung bzw. knapp 22 Kilogramm CO2 je Quadratmeter Wohnfläche im Jahr 2014 gesenkt. Das sind im Jahr 1.500.000 Tonnen CO2 weniger Umweltbelastung.

Aus den Innovationen unseres Netzwerks können kurzfristig weitere 20% (mindestens)

aus dem Heizenergie-Haushalt der Wohngebäude mit gering investiven Maßnahmen gesenkt werden und so konkrete Tonnagen als Ziel-Benchmark gesetzt werden. Aus den Klimazielen des COP 21 und den Verpflichtungserklärungen in Marrakesch ergeben sich so Handlungsrahmen für die Erreichung konkreter Einsparziele, die es in naher Zukunft zu diskutieren gilt. Es handelt sich um konkrete Stadtrenditen, die auch die Bürger entlasten und so kooperative Umsetzunghorizonte in der Hauptstadtregion erkennen lassen.

Erkennbar auch eine Evaluierungsbasis für die nationale Klimabilanz: Aus weiteren bilanzierten Länderdaten ergibt sich ein bundesdeutsches Gesamtbild. Dies kann, zu einer Summe zusamen geführt, als Grundlage für weitere Gebäudebestände dienen und somit Handlungsmengen definieren. Zukunftsmärkte also mit Blick auf die Verbesserungs-Anforderungen an die Klimabilanz 2030 (2040, 2050……..)

Mieter-App „Meine Wohnung“: Datenschutz und -sicherheit als Thema auf der OMNISECURE 17.01.2017 Berlin

Die Sicherheit der mobilen Datenverbindungen ist Thema Nr. 1, wenn es um den aktuellen Schwerpunkt der Digitalisierung in der Wohnungswirtschaft geht: Wie kann Datenmißbrauch durch Dritte verhindert werden? Wie kann ausgeschlossen werden, dass Mieterdaten durch unerwünschte „Dritte“ wie Google, Facebook, Amazon & Co. zwecks umsatzträchtiger Verscherbelung an digitale Drückerkolonnen weiter gereicht werden? Wie hilfreich sind die BSI-Regeln zur Gestaltung neuer digitaler Wertschöpfungen z.B. im Bereich der offenen Heizkosten-Datenkommunikation?

Dies und mehr war Gegenstand umfangreicher Facherörterungen auf der OMNISECURE 2017 vom 16.01. bis zum 18.01.2017 in Berlin im Hotel Esplanade.

Zum Programm

Eingebettet in Grundsatzreferate zu den weltweiten Sicherheits-Standards wurden auch wichtige wohnungswirtschaftliche Themen im Zusammenhang mit disruptiven Optionen zur Markt-Neugestaltung behandelt: Am 17.01.2017 wurden nach 17.00 h die Smart Home-Themen diesmal aus der wohnungswirtschaftlichen Sicht  beleuchtet:

Smart Meter Gateways: Pilotierungsgrundlagen schon jetzt!

Pilotierungsgrundlagen green with IT

Von besonderem Interesse sind die neuen Kommunikationswege, die Kabel- und Zweidrahtsignale ersetzen: Kann die Wohnungswirtschaft mit Fachpartnern eigene Public Key Infrastrukturen aufbauen? Gelingt die Abnabelung von den einschlägigen Signal-Lieferanten zugunsten neuer Wege mit den Stromlieferanten über neue Smart Meter Gateway-Strukturen?

Unser Netzwerk wird von den aktuellen Pilotprojekten der Wohnungswirtschaft berichten; Sicherheitsexperten werden die Datensicherheits-Baustellen identifizieren und benennen. Viel Platz für aktive Gestaltung an eigenen Mieter -App´s. Auch dazu gibt es vorgearbeitete Wege über sogenannte „Templates“, die von unserem Netzwerk aktuell pilotiert werden.

Die Partner der Wohnungswirtschaft werden demnächst darüber informieren. Eine eigene Konferenz dazu ist zur Cebit geplant.

Bewegung im Heizkosten-Abrechnungsmarkt – Chancen für die Wohnungswirtschaft

EIN ANHALTENDER TREND ZUR SELBSTABRECHNUNG, der Vormarsch des Open Metering Standards (OMS) bei der Fernauslesung, das Auftreten neuer Marktteilnehmer und die aktuell beobachtbare reaktive Flexibilität der etablierten Anbieter haben den Heizkosten-Abrechnungsmarkt in Bewegung gebracht. Verstärkt wird die Entwicklung durch die zu erwartenden Ergebnisse der Marktuntersuchung des Bundeskartellamts. Für die Wohnungswirtschaft ergeben sich daraus Chancen, die sie allerdings aktiv nutzen und gestalten muss.

Von Dr. Rolf Weber

In der Meinung, damit die hohen Margen der Messdienstleister selbst verdienen zu können, springen immer mehr Unternehmen auf diesen Zug auf. Von den größten 20 deutschen Wohnungsunternehmen hat mindestens die Hälfte schon einen eigenen Messdienst gegründet oder hat ein entsprechendes Projekt in Arbeit oder Vorbereitung. Doch ganz so einfach ist es dann doch nicht, denn es gibt dabei zumindest zwei gravierende Probleme: die Produktivität, die regelmäßig weit hinter derjenigen der Messdienste zurückbleibt und die Einkaufspreise der Erfassungsgeräte, die mindestens doppelt so hoch sind wie die der großen Messdienste . Bei genauem Hinsehen ist der erhoffte Kostenvorteil dann doch eher bescheiden, wenn überhaupt vorhanden. Doch es ist Besserung in Sicht.
Die Produktivität leidet in der Regel an den wenig automatisierten Prozessen und damit eng verbunden, an der eingesetzten Messdienst-Software. Dieser Markt wurde bisher dominiert von vergleichsweise kleinen Anbietern mit nur wenigen Entwicklern, die Produkte sind entsprechend einfach gestrickt.

 

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Durch den Markteintritt einiger professioneller Softwareanbieter  stehen aber demnächst Systeme zur Verfügung, mit denen das hohe Automatisierungspotential der Messdienstprozesse auch ausgeschöpf t werden kann. Auf der Geräteseite wird der Markt bis heute stark von einem einzigen Unternehmen dominiert, entsprechend hoch sind die Preise. Das wachsende Marktvolumen und die hohen Margen führen jedoch auch hier dazu, dass weitere Hersteller in den Markt eintreten werden. Es ist daher nur eine Frage der Zeit, bis der zunehmende Wettbewerb zu deutlich niedrigen Preisen führen wird.

OMS und die zunehmende Marktsegmentierung

Der sogenannte Open Metering Standard ist einer der Treiber dieser Entwicklung. OMS steht für eine herstellerunabhängige Kommunikationsarchitektur für fernauslesbare Erfassungsgeräte. Die damit einhergehende Standardisierung der Funkprotokolle setzt sich am Markt immer mehr durch, auch wenn die „Platzhirsche“ der Branche stak auf die Bremse treten. Denn OMS bedeutet letztlich, dass sich Erfassungsgeräte und Fernauslese-Infrastrukturkomponenten verschiedener Hersteller beliebig in einem System kombinieren lassen. Die Zeit der Komplettversorgung durch nur einen Anbieter auf der Basis proprietärer Systeme geht damit zu Ende und macht einer Segmentierung des Marktes Platz und zwar auch ohne Zutun des Kartellamts.
Während die klassische Abrechnungsdienstleistung noch die Pakete 1-5 aus einer Hand umfasst, gibt es jetzt zunehmend Anbieter, die sich von vornherein nur auf wenige benachbarte Teilsegmente konzentrieren. So treten z.B. weitere Gerätehersteller in den Markt ein, die sich auf die Hardware-nahen Leistungen 1 und 2 beschränken. Eher aus der Softwarebranche kommen erste Anbieter, die sich ausschließlich auf das Management der Infrastruktur und der Ablesedaten konzentrieren. Während sie in der proprietären Welt immer auf das Wohlwollen und die Erlaubnis der Betreiber der Infrastruktur angewiesen sind, führt OMS dazu, dass sie jede beliebige Infrastruktur integrieren können. Die Abrechnung können auch diejenigen Wohnungsunternehmen, für die ein interner Messdienst nicht in Frage kommt, mit wenig Aufwand selbst durchführen. Dazu vergeben sie die Pakete 1-3 an ein Messdienstunternehmen und kaufen nur die Ablesewerte ein. Sie benötigen dann keine vollständige Messdienst-, sondern lediglich eine Abrechnungssoftware. Vorzuziehen sind dabei solche Systeme, die einen möglichst hohen Integrationsgrad mit der Betriebskostenabrechnung im ERP-System aufweisen, weil dadurch erhebliche Prozessvorteile entstehen. Ein klares Signal, dass der Trend in diese Richtung geht, kommt ausgerechnet vom Markt führer bei den wohnungswirtschaftlichen ERP-Systemen Aareon:

Nach langem Zögern hat Aareon jetzt das im SAP-BlueEagle integrierte  Abrechnungsmodul  für  Wohnungsunternehmen frei gegeben. Bisher war dessen Nutzung exklusiv den beiden großen Messdienstunternehmen  vorbehalten.  Die  damit erstellte „integrierte Abrechnung“ ist unzweifelhaft die kostengünstigste und effizienteste Form der Zusammenarbeit mit einem Messdienst. Für BlueEagle Anwender ist damit der  „Königsweg“  für  die  zukünftige Form der Heizkostenabrechnung vorgezeichnet.

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Die neue Flexibilität der Messdienste
Die Abrechnungsunternehmen tun sich mit diesen Entwicklungen naturgemäß schwer. Zwar gibt es schon immer einige Kunden, die nur eine Teilleistung in Form von Ablesewertenbezogen haben, aber für die Messdienste war das immer nur eine Notlösung, die, wenn überhaupt, nur relativ teuer angeboten wurde. Inzwischen ist aber vor dem Hintergrund des stark wachsenden Kundendrucks ein Umdenken zu erkennen: Teilleistungen werden zumindest auf Nachfrage oder im Rahmen von Ausschreibungen zu durchaus attraktiven Preisen angeboten und bei den Komplettangeboten sind regelrechte „Kampfpreise“ auf dem Markt zu finden. So habe ich in jüngster Zeit Ausschreibungen gesehen, bei denen Wohnungsunternehmen ihre Messdienstkosten um weit über 50 Prozent senken konnten. Schwer tut sich die Branche aber nach wie vor mit OMS. In einer von mir mitgestalteten Ausschreibung, in der Fernauslesung auf OMS-Basis verlangt war, wurde die Anforderung von einigen Anbietern schlicht übergangen und nur einer hat ein explizites Angebot gemacht, allerdings zu einem völlig indiskutablen Preis. Daneben hat er dann den Preis für seineproprietäre Lösung gestellt: er lag bei einem Drittel. Solche Preisunterschiede basieren keinesfalls auf höheren Kosten für OMS, sondern sie sind rein politisch motiviert.
Immerhin, in die Abrechnungsbranche kommt Bewegung, zumindest der Verkauf von Ablesewerten als Alternative zum Komplettangebot wird inzwischen ernsthaft in Erwägung gezogen und wird für die Zukunft der Branche im Segment der professionellen Wohnungswirtschaft eine immer gewichtigere Rolle spielen.
Chancen und Optionen der Wohnungswirtschaft
Die skizzierte Marktentwicklung bedeutet für die Wohnungswirtschaft die große Chance, die Kosten für die Messdienstleistungen deutlich und nachhaltig zu senken und zwar unabhängig davon, für welche der drei Alternativen „Komplettlösung mit einem Messdienst“, „Selbstabrechnung auf Basis gekaufter Ablesewerte“ und „interner Messdienst“ man sich entscheidet.
Eine solche Entscheidung sollte auf jeden Fall nur nach sorgfältiger Analyse der jeweiligen Ausgangssituation und Aufstellung getroffen werden; wegen der Komplexität der Materie empfiehlt es sich außerdem, dabei professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen. Grundsätzlich gilt, dass ein eigener Messdienst nur ab einer eigenen Größe von mehreren Zehntausend Wohnungen oder für einen Zusammenschluss von mehreren kleineren Unternehmen mit einem entsprechenden Gesamtbestand wirtschaftlich sein kann; demgegenüber steht die andere Variante der Selbstabrechnung allen Unternehmen offen.
Um die für sie günstige Entwicklung noch zu forcieren sollte die Wohnungswirtschaft die folgenden Empfehlungen beachten:
• Immer OMS als Fernauslese-Standard fordern
• Bei Ausschreibungen ein transparentes Preismodell vorgeben, z.B. mit den 3-Stufen (Losen): Mietpreis pro Erfassungsgerät und Jahr, Preis für Datenmanagement und Able-
sewerte je Wohnung, Preis für die Abrechnung je Wohnung.
• Die Lose als unabhängig voneinander darstellen.
• Bei der Abrechnungssoftware auf einen hohen Integrationsgrad drängen.
Die obige Abbildung fasst die Optionen der Wohnungswirtschaft nochmals zusammen.
Dieser Beitrag wurde im Original in der Ausgabe 12/16 der BBU-Nachrichten veröffentlicht. Zum Autor:
Dr. Rolf Weber ist als unabhängiger Unternehmensberater vorwiegend im Markt für Abrechnungsdienstleistungen tätig und berät Wohnungsunternehmen, aber auch andere Marktteilnehmer. Ein Beratungsschwerpunkt ist die Unterstützung der Wohnungsunternehmen bei der Erschließung von Einsparpotentialen bei Abrechnungsdienstleistungen, sei es durch Einkaufsoptimierung oder durch Umstieg auf eine Form der Selbstabrechnung bis hin zum Aufbau eines eigenen Messdienstes. Zuvor arbeitete er bis 2013 mehr als 20 Jahre im Management der Techem Energy Services GmbH, zuletzt als Geschäftsführer.