Klimawandel und Klimaresilienz, Lebenszykluskosten und -wert eines Gebäudes – EU Kommission lanciert erstes EU-weites Instrument zur Berichterstattung über die Nachhaltigkeitsleistung von Gebäuden

Die Europäische Kommission hat die Pilotphase für „Level(s)“ eingeleitet, einen neuen EU-Rahmen für nachhaltige Gebäude, der zum Wandel im Bausektor beitragen wird. Es ist das erste Instrument dieser Art, das zur Verwendung in ganz Europa entwickelt  wurde. Kommissar Karmenu Vella, zuständig für Umwelt, Meerespolitik und Fischerei, erklärte: „Level(s) kann zur Entwicklung einer nachhaltig bebauten Umwelt in ganz Europa beitragen und den Übergang zur Kreislaufwirtschaft fördern. Wir lancieren diesen Rahmen für den Bausektor und demonstrieren damit die Führungsrolle Europas in der Welt. Dies ist ein bedeutender Schritt hin zu einem ressourceneffizienteren und wettbewerbsfähigeren Bausektor in Europa.“

Digitalisierung – Fluch oder Segen für die Immobilienwirtschaft?

Hat die Digitalisierung auch die Wohnungswirtschaft erfasst? Kann Mitarbeiter „Hard- und Software“ die Arbeitsabläufe erleichtern? Welche Einsatzbereiche stehen im Vordergrund? Müssen Mitarbeiter und Kunden in der digitalen Welt umdenken? Was wird aus der Datenflut? Viele Fragen. Wohnungswirtschaft-heute-Chefredakteur Gerd Warda im Gespräch mit Thomas Hegel, Vorstandsvorsitzender der LEG Immobilien AG.

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Vortrag „Privatsphäre und Sicherheit im Smart Home“ zur IT-Sicherheitskonferenz in Stralsund (26.-28.09.2017)

Wir knüpfen an den letztjährigen Energie-und Technik-Summit zum Thema „Smart Home & Metering“ in München thematisch mit unserem aktuellen Vortrag an: Vom 26.-28.09.2017 findet die IT-Sicherheitskonferenz der Hochschule Stralsund statt. Unser Netzwerk wird am 26.09. wieder aktuelle Details zum Thema „Privatsphäre und Sicherheit im Smart Home“ präsentieren.

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„Politik fragt Wirtschaft“ – Erster Energy-Talk der TGA-Verbände

Politiker und Fachleute aus der Technischen Gebäudeausrüstung tauschten sich am 29.06.2017 in Berlin über Probleme und Lösungen im Bereich der Energieeffizienz von Gebäuden aus. Anstelle einer klassischen Podiumsdiskussion wurde ein neues Format angewendet: Politiker befragen Experten aus der Wirtschaft

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Auf dem Podium (v.l.n.r.): Frank Ernst, Hermann Sperber, Prof. Dr. Ulrich Pfeiffenberger, Günther Mertz, Christian Kühn MdB, Eva Bulling-Schröter MdB und Volkmar Vogel MdB – Foto: Kristian Barthen

Die Bundestagsabgeordneten Eva Bulling-Schröter (Die Linke), Christian Kühn (Bündnis 90/Die Grünen) und Volkmar Vogel (CDU) folgten der Einladung des Bundesindustrieverbands Technische Gebäudeausrüstung e. V. (BTGA), des Fachverbands Gebäude-Klima e. V. (FGK) und des Herstellerverbands Raumlufttechnische Geräte e. V. (RLT-Herstellerverband) in die Berliner Vertretung des Landes Baden-Württemberg.
Als Experten standen Repräsentanten der drei TGA-Verbände Rede und Antwort: Hermann Sperber, Präsident des BTGA, Prof. Dr. Ulrich Pfeiffenberger, Vorsitzender des FGK, und Frank Ernst, stellvertretender Vorsitzender des RLT-Herstellerverbands. Moderiert wurde der erste Energy-Talk von Günther Mertz, dem Geschäftsführer der drei Verbände.

Viele Fragen und offene Antworten
Die Abgeordneten erkundigten sich nach den aktuellen Möglichkeiten im Bereich der Technischen Gebäudeausrüstung und welche Entwicklungen zu erwarten sind. Sie waren sich einig darin, dass die Zusammenführung des Energieeinsparrechts gleich nach der Bundestagswahl zurück auf die politische Agenda muss.
Die klimaschutz- und energiepolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke, Eva Bulling-Schröter, fragte nach besseren Möglichkeiten der Beratung über Maßnahmen zur Steigerung der Gebäudeenergieeffizienz. Professor Pfeiffenberger berichtete aus seiner Erfahrung mit teilweise mangelhafter Qualität von Energieausweisen und der damit verbundenen Beratung; er regte an, die Voraussetzungen für den Eintrag in die Energieeffizienz-Expertenliste stärker an fachliche Qualifikation zu binden. Über die Notwendigkeit besserer Beratung für Investoren und Gebäudenutzer bestand Einigkeit bei allen Diskutanten.
Christian Kühn, Sprecher für Bau- und Wohnungspolitik der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, erkundigte sich nach unterschiedlichen Kostenfaktoren beim Neubau von Gebäuden. In den Antworten der Fachleute wies Hermann Sperber darauf hin, dass Kostensteigerungen vor allem durch Änderungen in der Bauphase entstehen. Im Bereich der Nichtwohngebäude wachse der Bedarf nach Lüftung und Kälte, Wärme spiele hinsichtlich des Energieverbrauchs meist nur noch eine untergeordnete Rolle.
Volkmar Vogel, Ordentliches Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, ermutigte die TGA-Branche, weiterhin der Politik stets einen Schritt voraus zu sein – er wollte wissen, was die Politik tun kann, um die Wirtschaft bei ihren Anstrengungen für mehr Gebäudeenergieeffizienz zu unterstützen.  Einhellig baten die Experten um verständliche und vor allem verlässliche Gesetzgebung durch den Bundestag.

 

Energiewende in Gefahr: BMWi-Abteilungsleiter Thorsten Herdan erhält Positionspapier zum Energieeffizienz-Gipfel 27.06.2017 Berlin

Gelebte Energieeffizienz braucht intensive Förderung von Maßnahmen, Technologien und Geschäftsmodellen

Auf dem Energieeffizienz-Gipfel am 27. Juni in Berlin haben Heinz Dürr, Stifter des Instituts für Energieeffizienz in der Produktion EEP der Universität Stuttgart, und EEP-Chef Professor Alexander Sauer dem BMWi-Abteilungsleiter für Energiepolitik Thorsten Herdan ein Positionspapier zur Förderstrategie des BMWi überreicht. Es war das zweite Papier, das vom Uni-Institut EEP zur Politikberatung an das Ministerium ging. Das EEP schlägt beispielsweise vor, dass die CO2- Einsparung die Förderhöhe wesentlich bestimmen soll.Effizienz-Gipfel2017_Herdan-Sauer

Quelle: Herdan-Sauer

Im Mai 2017 hatte das BMWi Handlungsempfehlungen zur Fortentwicklung der Beratungs- und Förderprogramme zu den Themen Energieeffizienz und Wärme aus erneuerbaren Energien veröffentlicht und damit den Weg in eine neue grundlegend reformierte Förderstrategie bis zum Jahr 2020 aufgezeigt. Das Stuttgarter Universitätsinstitut EEP, das unter anderem die Aufgabe hat, die hohe Bedeutung der Energieeffizienz für eine erfolgreiche Energiewende in der Öffentlichkeit, Politik und Wirtschaft klar hervorzuheben, nimmt nun in einem aktuellen Positionspapier kritisch Stellung.

Um die Effizienzziele der Energiewende zu erreichen, muss Deutschland aus Sicht des EEP

  • einfacher werden bei der Förderung von Energieeffizienzmaßnahmen
  • die Energieeffizienz als Einzelprojekt und auch als Gesamtsystem denken sowie
  • neue Technologien und Geschäftsmodelle entwickeln.

Aus der Sicht unseres Netzwerks genau der richtige Ansatz: Disruptive Pilotprojekte werden noch immer nicht auf die „Energievermeidung“ als oberstes Zielstrategie einzusparender CO2-Tonnagen ausgerichtet. Wir haben dies zunächst auch ohne Förderung von Hard- und Software umgesetzt, werden dies auch weiter auf Basis der ersten validen Erfolge tun.

Thorsten Herdan sagte bei der Entgegennahme des Papiers im Atrium der Deutsche Bank in Berlin: „Ich begrüße das Engagement der Wissenschaftler des EEP und der Stiftung auf dem Weg zu einer Dekarbonisierungsstrategie für die Industrie. Das Positionspapier des EEP bestärkt uns darin, dass die neue Förderstrategie des BMWi einen Meilenstein in dieser Strategie darstellen kann.“

Heinz Dürr betont: „Mit einer Förderung von Energieeffizienz kann vier- bis zehnmal so viel fossile Energie eingespart werden wie mit einer Förderung von erneuerbaren Energien. Die Energiewende muss uns gelingen. Sei es über eine Förderung von Energieeffizienz durch steuerliche Maßnahmen wie vorgezogene, degressive Abschreibungen oder Sonderabschreibungen, den Abbau von Bürokratie und Regulierung im Energiemarkt oder die Standardisierung von Kompetenzprofilen in der Energieberatung.“

Das Positionspapier ist  hier downloadbar.

Sektoruntersuchung bei Ablesediensten von Heiz- und Wasserkosten – Bundeskartellamt empfiehlt mehr Wettbewerb bei Ablesediensten

Das Bundeskartellamt empfiehlt Maßnahmen zur Belebung des Wettbewerbs bei Ablesediensten. Die Behörde hat am 4. Mai den Abschlussbericht zu ihrer Sektoruntersuchung im Wirtschaftszweig Submetering vorgelegt. Submetering umfasst die verbrauchsabhängige Erfassung und Abrechnung von Heiz- und Wasserkosten in Gebäuden sowie die Überlassung der dafür benötigten messtechnischen Ausstattung wie Heizkostenverteiler oder Wärme- und Wasserzähler.

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2. Sachstandsbericht Pilotprojekte: Digitale Transfromation bringt messbare Erfolge in Energieeffizienz, Kommunikation und App-Gestaltung

Praktikable Innovationen nicht nur für große Unternehmen, Smart Meter, Smart Meter Gateways und mieterorientierte mobile App´s jetzt schon einsetzen, der digitalen Transformation in der Wohnungs- und Gebäudewirtschaft ein Gesicht geben und konkrete Effizienzerfolge mit validen Zahlen aus der BeKo-Abrechnung untersetzen: Für alle Fachleute nachvollziehbar bilanziert unser Netzwerk die einzelnen
Sprossen der Erfolgsleiter. Schritt für Schritt, immer am Einbezug von low invest Maßnahmen orientiert und die Mieter in den Vordergrund stellen: Zum Herbst 2017 werden die ersten Gesamtergebnisse erwartet. Doch valide Einsparquoten zeichnen sich jetzt schon ab.

So konnten schon Reduzierungen der Heizenergie-Volumenströme um bis zu 40% gemessen werden. Dies, obwohl zunächst nur die erste Sprosse der „Erfolgsleiter“ aus mehreren Schritten der „digitalen Transformation“ erklommen sind: Begonnen wurde mit dem Einsatz selbstlernender Algorithmen in Einzelräumen. Im ersten Projekt werden aktuell Smart Meter Gateways installiert, dazu offene HKV-Systeme mit Vorbuchung von HKV-files über Power Line Communication (PLC) ausprobiert. Neue Datenbanksysteme werden mit Projektmitteln auf dem Campus der HTW Berlin bereitgestellt und füttern die BeKo-Systeme der Gebäudebetreiber mit visualisierten Verbrauchsdaten für die Mieter-App und gleichzeitig mit BeKo-fähigen Abrechnungsdaten des Heizenergie-Verbrauchs. Weitere spannende Inhalte werden noch bis zum Herbst installiert sein: Mieter-App-Systeme zum „Selbermachen“, Integration von regenerativen Energien in Power-to-Heat-Systeme und IP-geführtes Reglermanagement.

Mit dem ersten Sachstandsbericht zu den wohnungswirtschaftlichen Pilotmaßnahmen hatten wir die Grundlagen der Pilotierungsziele zum Jahresende 2015 erläutert. Nun sind erste valide Ergebnisse absehbar. Bis zum September 2017 werden alle Pilotprojekte mit vergleichenden Verbrauchswerten versehen. Zum Herbst werden sich erste Quoten aufgrund tatsächlicher BeKo-Abrechnungen an Referenzbaukörpern vergleichen lassen.

Da eine zweite Förderperiode bis zum September 2020 geplant ist, wird auch die Unschärfe der Ergebnisse aus nur zwei Betriebsjahren (2015 ud 2016) zum Ende 2018 beseitigt sein, wenn die Ergebnisse aus 2017 vorliegen und eingepflegt sind.

2.Sachstandsbericht

 

EBZ-Konferenz Europäische Fördermittel für die deutsche Wohnungswirtschaft

Die Europäische Union stellt allen Branchen Fördermittel zur Verfügung. Die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft beansprucht bis jetzt aber nur einen winzigen Bruchteil davon. Für Wohnungsunternehmen im Alltagsbetrieb gilt: Zu unbekannt sind die Möglichkeiten, zu komplex die Akquise. Deshalb ist am EBZ – Europäisches Bildungszentrum der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Zusammenarbeit mit dem Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW sowie dem Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen eine Beratungsstruktur rund um europäische Fördermittel und -möglichkeiten entstanden.

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Smart Meter, -City, – Home: Aktueller Status Datenschutzaspekte von Webolution

Eine sehenswerte und informative Zusammenfassung der aktuellen Thematik des Datenschutzes und der Datensicherheit speziell von Smart-Home-Anwendungen; eingebettet in die zusammengefasste Gesetzeslage und die Aussichten rund um die Themen Smart Meter, Smart Meter Gateways, AAL, Smart Cities, Smart Energy

Rolf Uhlig/Webolution: Die Zukunft von Funktionen, Dingen und Diensten in der reguliert vernetzten Welt

Für alle interessierten Marktteilnehmer ist dies eine exzellente Zusammenfassung des Status Quo in Verbindung mit stabilen und belastbaren Erkenntnissen, wohin die Reise gehen könnte. Könnte! Letzte Details an den Regularien sind aktuell im Gesetzesverfahren. Aktuell sind die Märkte für neue Anwendungsfälle rund um das Thema „Smart Meter Gateway“ noch ungeregelt. Sind diese erst „geregelt“, so ergeben sich völlig neue Investitions- und Handlungsfelder.

Übrigens: Unser Netzwerk probiert diese aktuell noch „ungeregelten“ Anwendungen jetzt schon aus. Ist der Markt erst „geregelt“, so wollen wir mit ersten Produkten und Lösungen am Start sein. Erste Zielgruppe: Große Wohngebiete und deren Mieter mit mobilen Quartierslösungen.

Doch bis dahin sind noch zu klären:

Status Meßstellen-Dienstleister: Wer will, wer hat noch nicht? PKI: Wie stelle ich den Datenschutz der Endverbraucher sicher? TR 03109: Können die Vorgaben des BSI zu endverbraucher-tauglichen Kommunikationslösungen genutzt werden? Wollen die Endverbraucher besseren Schutz vor der „googlification“?

Spannende Themen. Großer Dank an Rolf Uhlig!

Wohnungswirtschaft muss „Herr im eignen Haus“ bleiben

Wohnungswirtschaft muss „Herr im eignen Haus“ bleiben, besonders bei den IT-gesammelten Daten.

Gespräch mit Aareon-Chef Dr. Manfred Alflen

Die Digitalisierung in der Wohnungswirtschaft ist im vollen Gange. Es geht nicht nur um die Prozesse in den Unternehmen, sondern auch in der Bewirtschaftung. Hier besonders um die Steuerung, Messung und Wartung der Technik in den Gebäuden. Aber auch nicht zu vergessen um den Mieter, um das Genossenschaftsmitglied und deren „Erfüllung der IT-Wünsche“ durch die Unternehmen. „Herr im eigenen Haus“ bleiben und damit auch die Datenhoheit behalten. Wohnungswirtschaft-heute-Chefredakteur Gerd Warda im Gespräch mit Dr. Manfred Alflen, Vorstandsvorsitzender der Aareon AG.

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