green with IT arbeitet am Thema “Wohnen 2030″: Eine vernetzte Gesellschaft

Die Wohnungswirtschaft ist in ständiger Bewegung, denn die Anforderungen ans Wohnen werden immer vielfältiger: Smart Home, effiziente Energieversorgung und möglichst hoher Wohnkomfort sind gewünscht. Aktuelle und kommende Wohntrends verändern nicht nur unsere Gesellschaft, sondern auch die Arbeit der Wohnungswirtschaft. Diese muss sich nun auf Trends wie Energieeffizienz und die Vernetzung von neuen Techniken einstellen.

So muss die Wohnungswirtschaft in Zukunft mit der neuesten Technik Schritt halten – denn laut der Studie „Wohntrends 2030“ müssen Produkte und Dienstleistungen künftig miteinander vernetzbar sein. Die repräsentative Studie „Wohntrends 2030“ aus dem Jahr 2013 des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen zeigt, wie sich unsere Wünsche und Vorstellungen rund um das Thema Wohnen in Zukunft verändern. Dafür wurden 3000 Haushalte befragt. Die Ergebnisse zeigen, in welche Richtung die Wohnungswirtschaft sich zukünftig orientieren und auf welche Trends sie reagieren muss, um gezielte Lösungen anbieten zu können. Klar ist laut der Studie auf jeden Fall eins: Die Zukunft der Wohnungswirtschaft hat zwei klare Trends – sie steht im Zeichen der Technik und der Energieeffizienz

Eine vernetzte Gesellschaft

Technische Systeme, die einfache Aufgaben übernehmen, gibt es natürlich heute schon: Diese erleichtern uns nicht nur den Alltag, sondern helfen auch beim Energiesparen. Bis 2030 soll sich hier laut Studie des GdW noch einiges tun, denn bis dahin werden die Menschen technische Innovationen noch stärker nutzen als bisher. Das setzt technische Entwicklungen und entsprechendes Know-how in der Wohnungswirtschaft voraus. Noch leistungsstärkere Technik soll es möglich machen, Geräte und Anwendungen beispielsweise noch breiter mobil steuern zu können.

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So werden 2030 auch Wärmeversorgung, Waschmaschine, Fenster und Türen bequem über das Smartphone bedient. Für die Wohnungswirtschaft heißt es daher, mit der neuesten Technik Schritt zu halten: Produkte und Dienstleistungen der Zukunft müssen miteinander vernetzbar sein.

Energieeinsparungen vorantreiben

Auch in Sachen Energienutzung sieht „Wohntrends 2030“ eine klare Tendenz: Energie einzusparen wird in Zukunft wichtig sein, denn immer mehr Mieter können auf die reinen Wohnkosten nicht mehr viel drauflegen. Die Mietbelastung ohne Heizung und Betriebskosten, so die Studie, liege im Schnitt bei 24 Prozent des Haushaltseinkommens. Das Problem sind also nicht die Mietpreise, sondern die Kostenexplosion bei Heiz- und Stromkosten und diese können nur durch Energieeinsparungen eingedämmt werden. Gefragt sind daher in Zukunft effizientere Heizungsanlagen, die möglichst wenig Energie verbrauchen, oder energiesparende Haushaltsgeräte, wie sie heute schon angeboten werden. Hier kann vor allem die Industrie einen großen Teil beitragen, indem sie energieeffiziente Lösungen entwickelt und vorantreibt.

Zum Originalbeitrag

Aufstellung zum Demonstratoren-Projekt Zwanzig20 Forum Wärmewende

Mit der üblichen Formulierung: “The following proposal has been submitted to the Participant Portal Submission System” wurde die erste Antragsannahme einer green wit IT – Beteiligung von der EU-Kommission bestätigt: Im Programm H2020-INNOSUP-2015-1 hat green with IT seine Projektbeteiligung unter Federführung des baskischen Energieclusters mit eingereicht.

green with IT nimmt hier die Rolle des Energieeffizienz-Partners ein. Hauptgegenstand ist die Produktion und Verteilung von maritimer erneurbarer Energie (MRE). Die hier überreichlich fließende Energie soll in definierte Pilotierungen überall in Europa einfließen und konsequent effiziente
neue Prozesse unter der Einbindung von energy harvesting Lösungen anregen. Erste Rauchzeichen über eine Bewilligung werden frühestens in sechs Monaten erwartet.

 

horizon 2020 Vorstellung green-with-it-Antragsziele bei der EU-Kommission in Brüssel

Am 29.04.2015 hat green with IT seine langfristigen Antragsziele im Rahmen eines Projekt-Workshops bei der EU-Kommission in Brüssel vorgestellt. Berlin Partner hatte eingeladen und wichtige Fachleute aus der Kommission kamen in die Brüsseler Berlin-Depandance am Place Ambiorix. Eingebettet in die Themenkreise der Energieeffizienz, Smart Home und erneuerbare Energien, konnte unser Netzwerk die Fahrpläne für einen eigenen horizon 2020 – Antrag  umfassend erörtern und Entscheidungsgrundlagen ausführlich mir erfahrenen Profis diskutieren.

Zum gwit-Beitrag

Eric Lecomte, Policy Officer der DG für Energie, beschäftigt sich hauptsächlich mit Anträgen zu den Themen “new energy technologies, innovation and clean coal”. Sein Kommentar: “Ihre Antragsziele sind höchst interessant für uns. Ich kann Sie nur ermutigen, den neuen Projektcalls für 2016/2017 zu folgen. Im September werden wir dazu eine Fachveranstaltung in Brüssel organisieren, zu der ich Sie herzlich einlade”.

Mit Berlin-Partner, vertreten durch Anke Wiegand, Jörg Exner und Markus Hell, wurde folgender Fahrplan verabredet:

– Konstituierung einer Arbeitsgruppe unter Zuhilfenahme eines BMBF-Vorbereitungsprojektes. Hier finden sich  – bei erfolgreicher Zuwendung – die Konsortialpartner in Ruhe und besprechen die “objectives, work packages, timelines und deliverables” bis zur Antragsreife.

– im September werden die passenden Calls für 2016/2017 identifiziert

– für das Frühjahr 2016 wird eine Antragstellung angestrebt.

Neben den guten Kontakten zu vielen skandinavischen Netzwerken und Partnern können über das Büro von Berlin Partner Brüssel auch weitere potenzielle Partner und -cluster gefunden werden. Hierzu zählen neben Barcelona auch Wien und Paris Region sowie die Lombardei.

 

Nachtwind: Evaluierung der Projektierungsansätze “Wärmewende” im Projekt zwanzig20

Eines der geplanten green with IT-Quartierskonzepte wird in das Bewertungsmodell im Arbeitspaket 3 “Erarbeitung von Werkzeugen” im zwanzig20-Forum „Masterplan Energiewende – Wärme neu gedacht!“aufgenommen.

Das Forum entwickelt Strategien und Handlungsoptionen für den zielgerichteten Einsatz von Innovationen aus dem Wärmesektor zur Realisierung der Wärmewende. Dabei soll durch das Forum eine Innovations- und Informationsplattform zur Thematik „Wärme“ entstehen, welche Entscheider und Nutzer mit der Wissenschaft und den technologisch innovativen Firmen, aber auch den Erzeugern von Wärme vernetzt. Der dazu notwendige Strategieprozess wird begleitet durch thematisch gebündelte Vorhaben, die systemrelevante Impulse geben und exemplarisch die zu erwartenden Wertschöpfungspotentiale belegen.

“Wärmewende und Forschung” stellte Prof. Erich Huenges vom Deutschen GeoForschungsZentrum (GFZ) in den wissenschaftlichen Kontext und begleitete die Veranstaltung als Moderator im ganztägigenProgramm.

Diese Inhalte knüpfen an die Förderpolitik des BMBF an, das bereits in den vergangenen zehn Jahren mit der Innovationsinitiative „Unternehmen Region“ und seit 2008 mit dem Programm „Spitzenforschung und Innovation in den Neuen Ländern“ insgesamt über 1 Milliarde Euro in Kooperationsprojekte investiert hat. Im Rahmen von „Unternehmen Region“ wurden bis heute rund 400 regionale Bündnisse in Ostdeutschland gefördert.

Siegfried Rehberg, Bereichsleiter Technik beim Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU), bereicherte die GFZ-Projektkonferenz am 15.04. in Potsdam-Hermannswerder mit deutlichen Anforderungen und Grundlagen aus Anwendersicht: Das Helmholtz-Zentrum als Projektträger hatte zum Projektauftakt geladen und 45 Fachleute unterschiedlicher Disziplinen waren erschienen, um die Projektgewinner des zwanzig20-Projektes kennen zu lernen und deren Inhalte zu diskutieren.

Dr. J. Lauterjung, Direktor am GFZ und Projektleiter des Forums, stellte die Gründe vor, warum Deutschland die Wärmewende braucht. Burkhard Zschau von Faktor i 3 erläuterte die konkreten Inhalte und Ziele des Arbeitspaketes 3.

Green with IT wird mit sieben Pilotprojekten übertragbare Ansätze einliefern und so vergleichbare Evaluierungen anstreben.

Auf Wunsch senden wir Ihnen einzelne Vortragstitel zu. Ihre Anfrage richten Sie bitte an kommunikation@green-with-it.de.

Gehirnschmalz vor Styropor: Aufbau eines Zukunftsnetzwerks aus Anbietern und Nutzern in Europa

23.03.2015

green with IT hat ein Strategiepapier vorgelegt, mit dem neue Geschäftsmodelle und der vorrangige Einbezug der Mieter zur Umsetzung angeregt werden. Im Sinne der hier vorgelegten Thesen werden nun Pilotierungsprojekte begonnen, die dann nach Auswertung in Rahmenverträge mit der Wohnungswirtschaft gegossen werden sollen.

23_03_15_Gehirnschmalz vor Styropor

Die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft steht vor großen Herausforderungen: Die zunehmend mobile Mieterkommunikation ändert sich mit dem Voranschreiten der Prozesse rund um die „Industrie 4.0“. Neue Stichworte: diconomy, Geschäftsmodelle, Mietereinbezug, Autonomik, Internet der Dienste, cloudbasierte Prozesse……… Die Gebäude müssen zudem in den nächsten Jahrzehnten weiter energetisch saniert werden. Gleichzeitig ändern sich die Anforderungen der Kunden in einem hohen Tempo. Die zur Verfügung stehenden Mittel dafür sind knapp, da die Kunden nur begrenzt zur Finanzierung herangezogen werden können.

Vor diesem Hintergrund entsteht ein hoher Innovationsdruck für die Wohnungswirtschaft. Neue, ITgestützte Energieeffizienz-Prozesse versprechen die Lösung für viele Problemstellungen – so können zum Beispiel gering investive Steuerungssysteme einen wichtigen Beitrag zur Energieeffizienz von Gebäuden leisten und die Mieterkommunikation unterstützen. So kann die Verwendung von IT-Komponenten bei der Modernisierung von Wohnungsbeständen den Komfort für die Bewohner und damit die Vermietbarkeit einer Immobilie deutlich erhöhen. Open Source kann die Verschlankung von Abrechnungs-Schritten erleichtern und teure proprietäre Protokolle ersetzen. Mobile, unter Android, IOS und anderen Betriebssystemen programmierte Prozesse benötigen in Zukunft nur noch einen Webbrowser – dafür werden alte, stationäre Prozesse in Frage gestellt und bleiben zurück, falls keine Anpassung erfolgt. Die Welt spricht IP.

Zwei Welten – die der Anbieter it-gestützter Energieeffizienz-Prozesse und die der professionellen Wohnungswirtschaft – können hier also fruchtbar aufeinander treffen. Notwendig ist dafür ein konstruktiver, offener Dialog mit konkreten Prozessbeschreibungen und Projektbezügen. Der Dialog soll technische Lösungen hervor bringen, die für Wohnungsunternehmen finanzierbar, praktikabel und mehrwertig sind und eine entsprechend hohe Nachfrage in der Branche generieren. Der erste Schritt, um das zu erreichen, muss der Aufbau eines Netzwerks sein, in dem ein solcher Austausch stattfinden kann; dessen Inhalte offensiv nach außen in alle Ebenen der Gesellschaft getragen werden.

Dies ist ein langer Weg mit vielen Fragekomponenten, hinterfragungswürdigen Regularien und Herausforderungen für die Beharrer alter Gewohnheiten aus der analogen Welt: Stromproduzenten, Submetering-Anbieter, Serviceunternehmen….. keine Branche bleibt von der diconomy und ihren disruptiven Veränderungen verschont. Disruptiv bedeutet hier in erster Linie: Beim kompletten Infragestellen alter Prozesse, bei der Aufstellung völlig neuer Prozesse mit ungewohnten Wertschöpfungsketten gilt es,  alte Zöpfen mit  frisch nachwachsendem Haar zu verdrängen. Dabei ist Beschränkung angesagt: keine Hochglanz-High-End Lösungen, wie es die alte Industrie mit ihren dreistufigen Vertriebsmodellen so gern bewahrt hätte. Beschränkung bedeutet: Konzentration auf das Machbare mit geringen, aber treffsicher eingesetzten Investitionen, bei denen  Mietparteien auch – wenn denn gewünscht – mitinvestieren dürfen.

Transferplattform Industrie 4.0

[:de]

19.03.2015

Bündelung der Kompetenzen zur digitalisierten Produktion in Brandenburg

Chance für green with IT-Mitglieder

Gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und-automatisierung (IFF) bearbeitet der Lehrstuhl Automatisierungstechnik unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Ulrich Berger eine „Transferplattform Moderne Industrie Brandenburg 4.0“. Ziele der Plattform sind die Nutzung bestehenden Know-hows in der Digitalisierung der Wertschöp-fungsketten von klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) zur Erhöhung der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit in Brandenburg.

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Aufstellung zum Demonstratoren-Projekt Zwanzig20 Forum Wärmewende

Im Rahmen des BMBF-geförderten Vorhabens “Zwanzig20-Forum Masterplan Wärmewende” koordiniert das GeoForschungszentrum Potsdam (GFZ) die Entwicklung von Großprojekten zur Demonstration effizienter Wärmeversorgung aus regenerativen Energiequellen von Bestandsquartieren in Ostdeutschland. Unser Netzwerk, Gestalter im Themenfeld “Energieeffizienz” des Energieclusters Berlin-Brandenburg,  wird einen entsprechenden Beitrag einreichen und sich um folgende Umsetzung bewerben:

– wind2heat als Speicherunterstützung zu Schwachlastzeiten von Windkraftproduktion zur sofortigen Umsetzung in kommunalen Wohnungsunternehmen

– wind2heat als Heizungsunterstützung im zweiten Fokus

Im Rahmen des hier ausgeschriebenen Ideenwettbewerbs sollen relevante Fallbeispiele ermittelt werden, die konsequent in der Laufzeit von 24 Monaten bereits umgesetzt werden sollen. Dazu gehört neben der Erfassung und Vorbereitung der relevanten technischen, wirtschaftlichen, rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen auch eine Impact-Forschung durch weltweit anerkannte Klimafoscher. Wer wäre da besser aufgestellt als Berlin-Brandenburg? Mit dem GFZ  als Leitinstitut können wir die Stärken der “Energiesenke” Berlin mit der Stärke der Windproduktion Brandenburgs verbinden. Hinzu kommen weitere Standortvorteile wie etwa das Gridlab in Cottbus, welche die Transmissionsfakten simulieren und hochrechnen kann.

Einreichungsfrist ist der 13.03.2015. Eine ambitionierte Herausforderung. Da aber die Strukturierung entsprechender Antragsinhalte netzwerkintern bereits weit vorangeschritten ist, wird diese Herausforderung gern angenommen.