Aufstellung zum Wettbewerb „Klimaschutzpartner Berlin“

Wir stellen uns mit einem eigenen Beitrag zum Wettbewerb „Klimaschutzpartner Berlin 2019“ auf!

Umweltschutz und Energieeffizienz sind die zentralen Herausforderungen unserer Zeit. Seit vielen Jahren engagieren wir uns gemeinsam um die Minderung von CO2-Emissionen in unserer Stadt; entwickeln dazu praktikable, bezahlbare, von Mietern begeistert aufgenommene Detaillösungen.

Mit unserem Wettbewerbsbeitrag zeigen wir, was heute schon in Sachen Energieeffizienz und Klimaschutz machbar ist und regen zum Nachahmen an. Die Erzeugung von Energie in Kraftwerken ist bis heute noch eine der Hauptquellen für Treibhausgase. Daher sind Energievermeidung und Energieeffizienz wesentliche Instrumente bei der Gestaltung einer sauberen Umwelt.

Wir engagieren uns für Klimaschutz in Berlin, weil

  • wir uns der besonderen Verantwortung für Klimaschutz und Energieeffizienz bewusst sind,

  • wir mit unserem Netzwerk ein sichtbares Zeichen für konkrete Aktionen über Pilotmassnahmen setzen,
  • Klimaschutz Pioniere braucht und gute Beispiele Schule machen,

  • Berlin schon heute zahlreiche Leuchtturmprojekte vorweisen kann, zu denen wir weiter beitragen wollen
  • vorbildliche Leistungen gewürdigt werden sollen.

Hier ist unser Beitrag inhaltlich zusammen gefasst.

Die Bewertung aller Projekteingaben findet ab dem 06.04.2019 statt. Der Sieger wird auf den Berliner Energietagen bekannt gegeben und ausgezeichnet. Wir würden gern dazu gehören…………..

Aufruf zur Beteiligung an Reallaboren: Wohnungswirtschaftliche Energieeffizienz-Quartiere

Wir suchen Sie – interessierte Wohnungsunternehmen für digitale Zukunftsprojekte
Profitieren Sie von unserer professionellen Unterstützung bei der Gründung von Interessensgemeinschaften energieeffizienzter und geförderter Smart-Meter Projekte.

So der so: Es kommen völlig neue digitale Prozesse auf uns zu. Mit Hilfe technischer Partner und sicherer Infrastrukturen gilt es, auf Augenhöhe die Gestaltung dieser Prozesse vorwärts zu bringen. Mit den nun erstmals vorliegenden Möglichkeiten des 7. Energieforschungsprogramms des Bundes (7. EFP) eröffnet sich der Wohnungswirtschaft die Chance, technisch bei der energieeffizienten Gestaltung der Quartiere Vorreiter zu sein. Umgesetzt wird dies durch Interessensgemeinschaften für Reallabore. Gegenfinanzierungen und Fördermöglichkeiten stehen umfangreich zur Verfügung.

Zielstellung
Ziel ist es, eine Interessensgemeinschaft für digitale Zukunftsprojekte aus dem Kreis innovativ ausgerichteter Wohnungsunternehmen (kommunal und genossenschaftlich) zu bilden, welche
– die Wohnungswirtschaft –wo gewünscht und als sinnvoll erachtet – qualifiziert bei der Einwerbung von Projektmitteln zur digitalen Zukunfts-Ausstattung von Wohnquartieren (Schwerpunkt warme BeKo und Kommunikation) unterstützt
– während der Umsetzungsphase die Partner nicht allein lässt
– einen belastbaren Rahmen für weitere Begleitung mit der Zielorientierung 2030 bildet
– Wissen und Erkenntnisse in die Fachabteilungen und Arbeitsebenen weitergibt
Identifikation interessierter Partner
1. Phase: Auf- und Ausbau von Interessenskonsortien aus dem Kreis innovativer Wohnungsunternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet
– Einsammeln von abgestimmten LOI oder MOU
– Zusammenführen zu einem bundesweiten Real-Labor nach 7. EFP gemäß Ausschreibung vom 11.02.2019

Versammlung der identifizierten Partner
2. Phase: Konkrete Ausarbeitung und Einreichung eines Projektantrages mit definierten Eigenanteilen der Wohnungsunternehmen, Voraussetzungen:
Hohe und Realisierungs- und Erfolgschance des Antrages
Dies ist unter der Voraussetzung der kooperativen Darstellung der erfolgreichen Projekte der letzten Jahre keine ernst zu nehmende Hürde.
Hohe Erfahrungskompetenz aus Vor-Pilotierungen
Hier liegen diverse aktuelle Berichte vor wie z.B. der BBU Zukunfts-Award 2019 und weiterer Initiatoren.
Vorlage valider Ergebnisse aus abgeschlossenen Real-Laboren
Neben der Beschreibung digital gestützter Prozesse der „Künstlichen Intelligenz (KI) und der validen Einspar-Quotienten einzelner Prozesse liegen auch detaillierte Auswertungen im Vergleich mit Referenz-Baukörpern anhand 3 Betriebsjahren vor.
Hohe Kompetenz bei der fachlichen Antrags-Erstellung
Green with IT, dessen Mitglieder und Hochschulen haben seit 15 Jahren erfolgreich regionale, nationale Anträge erstellt, eingereicht und hohe Fördersummen eingeholt.

Umsetzungen mit den Partnern

3. Phase:
– direkte Einholung von Projektmitteln für die Wohnungsunternehmen aus dem 7. EFP
– Lenkung der Planung, Antragstellung, Durchführung, Abwicklung durch green with IT und die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW)
– technische Umsetzung der in der Langfassung beschriebenen Ziele
– der Aufstellung der Bewertungs-Indikatoren und
– der Evaluationen

Grund-Informationen und Begleitung des Vorhabens

In dieser Online-Befragung werden zunächst Interessensbekundungen eingeholt.

Sämtliche Antrags-Formalien werden vom Netzwerk green with IT übernommen. Antragstellung, Lenkung und Leitung der Reallabore sind sehr komplexe Aufgaben, für die das Netzwerk ausreichend Kapazität und Erfahrung zur Verfügung stellt. Ziel ist es, der Wohnungswirtschaft die Konzentration auf alle Kernprozesse der Anträge zu ermöglichen, ohne Mehrbelastungen aus den reinen Antrags-Formalien.

Letter of Intent

Interessierte Wohnungsunternehmen senden uns einen„Letter of Intent“ zu. Alle Interessenten werden gesammelt; eine erste Infoveranstaltung zeitnah geplant und durchgeführt (begleitend auch als Videokonferenz).

Eine ausführliche Langfassung zur Erläuterung der Vorgehensweise ist hier parallel veröffentlicht.

Technische Hintergründe

Auch mit der EPBD-Richtlinie der EU eröffnen sich neue Optionen. Quartiere werden als Real-Labore bei der Findung belastbarer digital gestützter Zukunfts-Szenarien finanziell massiv gefördert. Im Vordergrund stehen Prozesse der Energieeffizienz und der verbesserten Kommunikation von Mensch und Maschine. Präzisiert werden die Zielstellungen in der sogenannten EED-Richtlinie.

Im Detail ist hier z.B. der sogenannte „Intelligenzfähigkeitsindikator SRI“ genau auf die Zielstellung der Wohnungswirtschaft ausgerichtet: Da nur wenige valide Erkenntnisse existieren, müssen weiter Erfahrungen durch Praxisprojekte generiert werden. Dafür ist es unerlässlich, professionelle Partner aus der Wohnungswirtschaft einzubinden, da es keine Partner mit vergleichbarem Erfahrungsstand in Quartieren gibt.

21.01.2019 EBZ Bochum: Evaluation digital gestützter energetischer Prozesse im wohnungswirtschaftlichen Quartier – Präsentation unserer Pilotprojekte aus drei Betriebsjahren

Wir fördern Begeisterung. Nicht nur bei Vermietern, sondern auch bei Mietern. Für die Digitalisierung. Für die Umsetzung von Energieeffizienz im Quartier. Für Senkungen warmer Betriebskosten. Für die aktive Mitgestaltung des Klimawandels.

Schwerpunkt unserer Konferenz war die Verknüpfung sicherer digitaler Prozesse mit validen Energieeffizienz-Maßnahmen sowie die Förderung der Mieterkommunikation. Ein Beispiel dafür ist der Bericht über Evaluationen dreijähriger Pilotprojekte verschiedener wohnungswirtschaftlicher Gesellschaften und Genossenschaften. 70 Teilnehmer aus der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, aus Wissenschaft, Politik, Kammern, Verbänden und Handwerk erlebten bereits am 04.12.2018 in der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin die Präsentation erster Pilotierungsergebnisse aus Smart Meter-Anwendungen in Quartieren mit der Akzentuierung auf Energie-Effizienz. Zum Energieforum West erläuterten wir die Details in verkürzter Form nun auch für alle interessierten Partner aus den westlichen Landesteilen.

Eröffnet wurde die Themeneinführung mit einem Ergebnisbericht aus der Pilotierungsphase 2014 bis 2018 durch die ABG Paradies eG aus Berlin.

 

Jörg Bachmann von der Netcom CS in Berlin knüpfte an seinen Vortrag vom Vorjahr mit einer Vertiefung der Infrastruktur-Themen an:

Jörg Lorenz stellte die Ergebnisse zusammengefasst vor:

Weitere Vorstands-Berichte von Vorständen der GWG Lübben eG. und der Campus Berlin Buch GmbH waren auf der Präsentationsveranstaltung am 04.12.2018 vorgestellt worden.

Auf der Suche nach praktikablen und bezahlbaren Lösungen zur Umsetzung der Digitalisierung in der Immobilienwirtschaft hat unser Netzwerk in Kooperation mit mehreren Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften konkrete Pilotprojekte initiiert und umgesetzt. Konzipiert mit parallel geprüften Referenzbaukörpern haben wir “ganz normale” Wohnungen ausgestattet, nachdem wir die Ziele und Umsetzungsdetails mit den Vermietern und den Mietern gemeinsam ausführlich kommuniziert hatten.

Vorbericht

Wir eröffnen neue Horizonte für innovative Anwendungspartner der Wohnungswirtschaft. Wir gestalten mit Ihnen gemeinsam neue Projekte der Digitalisierung, der Energieeffizienz im Quartier. Bezahlbar, zukunftssicher, unter Einbezug Ihrer Mieter.

Gestaltungsrahmen EPBD, EED, GEG: Gehirnschmalz vor Styropor

Wie können Sie davon profitieren? Wie können solche Projekte auch in Ihren Beständen umgesetzt werden? Wer übernimmt solche Projekte und führt sie zum Erfolg?Mit uns starten Sie in Ihre eigenen Umsetzungsprojekte!

Auf Wunsch unterstützen wir Sie bei der Einwerbung von Landes- und/oder Bundesmitteln für Ihre ersten Pilotprojekte zur Digitalisierung im Quartier.

 

04.12.2018 HTW Berlin: Evaluation digital gestützter energetischer Prozesse im wohnungswirtschaftlichen Quartier – Präsentation unserer Pilotprojekte aus drei Betriebsjahren

Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, Campus Wilhelminenhof, am 04.12.2018 im Haus H:

Auf der Suche nach praktikablen und bezahlbaren Lösungen zur Umsetzung der Digitalisierung in der Immobilienwirtschaft hat unser Netzwerk in Kooperation mit mehreren Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften konkrete Pilotprojekte initiiert und umgesetzt. Konzipiert mit parallel geprüften Referenzbaukörpern haben wir “ganz normale” Wohnungen ausgestattet, nachdem wir die Ziele und Umsetzungsdetails mit den Vermietern und den Mietern gemeinsam ausführlich kommuniziert hatten. 70 Teilnehmer aus der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, aus Wissenschaft, Politik, Kammern, Verbänden und Handwerk erlebten die Präsentation erster Pilotierungsergebnisse aus Smart Meter-Anwendungen in Quartieren mit der Akzentuierung auf Energie-Effizienz.

Vorbericht

Nach der Begrüßung durch den Dekan des Fachbereichs 2, Prof. Volker Wohlgemuth erläuterte Prof. Dr. Friedrich Sick, HTW-Professor für Regenerative Energiesysteme, Anlagentechnik, dynamische Gebäude- und Anlagensimulation einige Projekte des klimagerechten Bauens wie z.B. der degewo und der GESOBAU.

Vortrag Prof. Sick

Das Tagesthema wurde hier auch durch thematische Erweiterungen (Heiz-Kühlmattentechnologie, Wärme- und Stromerzeugung) eingebettet und durch Forschungsthemen erweitert. Prof. Sick unterstrich damit die Themennähe der HTW an Zukunftsthemen der Gebäudeintelligenz, der Umsetzung von digital gestützten Geschäftsprozessen  in Forschungs- und Anwendungsprojekten.

Gregor Molwitz konnte krankheitsbedingt nicht präsentieren, doch haben wir seinen Vortrag

Evaluation der Pilotanwendungen “digitale Transformation in Quartieren”: Energieeffizienz-Steigerungen mit Gegenüberstellung von Referenz-Baukörpern, Smart Meter Gateway-Anwendungen, Neue Übertragungswege HKV,
PLC, Mieter-Resonanzen

hier einstellen können:

Präsentation Evaluation Gregor Molwitz, Kompetenzfeld 2 IoT: Energieeffizienz im Quartier

Die hier vorgestellten Ergebnisse aus der Senkung warmer Betriebskosten, aus der wichtigen Dialogarbeit mit den Mietern nahmen Bezug auf  drei komplett dokumentierte Heizperioden (2015 bis 2017) und deren formale Abrechnung durch die Vermieter.

Ergänzt wurde der Vortrag durch die weiteren Ergebnisse aus den parallel ausprobierten Smart Meter Gateway-Anwendungen, aus erstmals angewendeten neuen Übertragungswegen der Heizverbrauchs-Daten auf Basis besonders günstiger Technologien:

Präsentation Evaluation Rainer Wiggers, Kompetenzfeld 1 Datenmanagement

Neu waren hier die vorgestellten Hochsicherheits-Datennetze, die nun auch weiteren Branchen wie der Immobilienwirtschaft zur Verfügung gestellt werden und die auch Mietern letztendlich beim Wunsch nach dem Schutz vor Ausspähungen durch Dritte entgegen kommen können. So können Vermieter letztendlich Partner der Mieter bei der Umsetzung erhöhter Sicherheitswünsche werden.

Was sagen unsere Pilot-Partner zu den Ergebnissen? Zunächst präsentierte unser Pilotpartner 1, die GWG Lübben eG. die Sicht der Wohnungswirtschaft;

Präsentation Anwendungspartner GWG Lübben eG., Vorstand Nicole Jaegers

Es folgte eine ebenfalls mit Spannung erwartete Präsentation des Pilotpartners 2, der ABG Paradies eG. aus Berlin-Bohnsdorf, die besonders detailliert das Thema der Smart Meter Gateway-Anwendungen ausprobiert hatte:

Präsentation Anwendungspartner ABG Paradies eG., Vorstand Daniel SchulzABG_pdf

Unser Anwendungspartners 3, die Wohnungsbaugesellschaft der Lutherstadt Eisleben GmbH, präsentierte die eigene positive Sicht der Auswertung in freiem Vortrag durch den Geschäftsführer Marc Reichardt. Es gab – zusätzlich zu den Ergebnissen aus der verdichteten und „boomenden“ Hauptstadtregion – interessante ergänzende Aspekte aus einer Region, die durch sinkende Einwohnerzahlen gekennzeichnet ist und wo nach wie vor signifikante Leerstandsquoten das Hauptthema sind. Herr Reichardt berichtete davon, dass die eingesetzten digitalen Komponenten sehr gut geeignet sind, positive Mieterbindungen aufzubauen. Gerade bei hohen Fluktuationsraten und kritischer Preiswürdigung des Bestandes durch potenzielle zukünftige Mieter sind alle Maßnahmen zur Begrenzung der Betriebskosten ein willkommenes Instrument zur Steigerung der Attraktivität der Wohnungen. Die im Vorbericht dokumentierten positiven Mieter-Aussagen zu den Pilotanwendungen bestätigen dies auf sehr deutliche Art und Weise gerade in diesen „kritischen“ Beständen.

Unser Pilotpartner 4, die Campus Berlin GmbH, brachte ergänzende Aspekte der rein gewerblichen Quartiersnutzung ein und rundete somit das vorab wohnungswirtschaftlich geprägte Gesamtbild aller Pilotanwendungen ab:

Präsentation Anwendungspartner Campus Buch GmbH, GF Dr. Christina Quensel

Alle Pilotanwendungen wurden abschließend nochmals technisch und perspektivisch vom Initiator, dem green with IT eV., zusammen gefasst:

Zusammenfassung green with IT, Vorstand Jörg Lorenz

Wie ordnen sich die vorgetragenen Aspekte in die politische Landschaft der Region, in die thematischen Rahmenbedingungen ein? Antwort darauf gab der Leiter des Energieclusters Berlin-Brandenburg:

Vortrag Energiecluster Berlin-Brandenburg, Clustermanager Wolfgang Korek

Welche weiteren Optionen auf Förderungen vergleichbarer zukünftiger Projekte gibt es? Wie können die Ergebnisse der Pilotierungen nachhaltig in weitere Projekte einfließen? Dies wurde durch das EEN-Büro Berlin auf nationaler und internationaler Ebene skizziert:

Vortrag EEN-Services in Berlin-Brandenburg, Katarzyna Grajner

Abgerundet wurde die Vortragsreihe durch eine abschließende Fragerunde mit Vertretern des Handwerks:

Kerstin Wiktor, Digitalisierungsbeauftragte der Handwerkskammer Berlin, unterstrich die Bedeutung der notwendigen Anpassungen aller handwerklichen Berufe im Allgemeinen und berichtete von Praxiserfahrungen der digitalen Transformation in handwerklichen Ausbildungs-Curricula, in sich rasch ändernde Anforderungen in den Lehrberufen.

Constantin Rehlinger, Geschäftsführer der Elektro-Innung Berlin (Landesinnung für Elektrotechnik) präzisierte dies anhand der Anforderungen speziell im Elektro-Handwerk. Gerade das Veranstaltungsthema „Smart Meter Gateways“ ist hier ein zukunftsweisender Aspekt bei der Schulung der Monteure. Speziell die Ausführungen auch der Netcom CS durch Rainer Wiggers haben aufgezeigt, wie tagesaktuell der Umbruch in der Branche ist. Daher beteiligt sich die Innung auch an übergeordneten Projekten des Wissens- und Technologietransfers, an Aktionen zur Darstellung von Zukunftsthemen z.B. auf nationalen Messen zusammen mit weiteren Verbänden.

Als Praktiker vom Bau berichtete Mike Heider, Mitglied bei „green with IT“ und seit vielen Jahren speziell im Themengebiet „Smart Home“ handwerklich unterwegs auf die Frage nach den aktuellen Kapazitäten zur Umsetzung anspruchsvoller Zukunftsthemen: „Die Elektrobetriebe sind in hohem Maße gewappnet für diese Zukunftsaufgaben. Unser Ausbildungsstand ist höher als viele dies vermuten mögen. Wir wünschen uns sogar noch mehr Anfragen mit erkennbarem Anspruch an protokollübergreifende Standards. Hier führen wir auch unsere Nachwuchskräfte laufend an Herausforderungen der Zukunft heran.“

Zum Abschluss der Veranstaltung wurden alle Teilnehmer zu einer Online-Befragung eingeladen. Neben der obligatorischen Frage, wie denn die Veranstaltung gefallen habe, waren aber auch wichtige Dialogpunkte hier Gegenstand und konnten sofort beantwortet werden:

Die Präzisierungen der „Digitalisierung“ durch die präsentierten Details haben mit den Beispielen der selbstlernenden Algorithmen, der prädiktiven Lastkurven, der Smart Meter-Gateway-Aktionen technisch überzeugt. Aber mindestens ebenso wichtig war den Teilnehmern die Information aus der gelungenen Mieter-Integration, der positiven Einbindung auch speziell kritischer Mietergruppen durch überzeugende Vermieter-Aktionen der „Low Invest“-Kategorie, die nun offensiuchtlich Begeisterung erzeugt und konsequent weiter verfolgt werden sollte. Hier ergibt sich auch die Notwendigkeit, mit Instituten der wohnungswirtschaftlichen Soziologieforschung einmal konsequent nachzuhaken, in welchem Maße die ersten Erfahrungswerte nun übertragen werden können auf weitere Erfolgsprojekte. Damit war auch das Defizit des Projektes im Bereich der „weichen“ Faktoren angesprochen.

Weitere Anregungen der Teilnehmer zum thematischen Ausbau:

  • Datensicherheit als Infrastrukturthema
  • Mobile App´s zur Mieterbindung im Quartier
  • 5 G Netze in Gebäuden, Breitbandentwicklung 5 Gigabit-Gesellschaft
  • Mietervergleichsportale
  • Gebäudeintelligenz: wie wird dies im Bestand nach der EPBD-Richtlinie zu erwarten sein?
  • Interaktionen Vermieter-Mieter auf Basis neuer digitaler Geschäftsmodelle

Fazit:

Energie und IT initiieren mehr valide Effizienzerfolge und Standortstärken als vermutet. Immer mehr erkennbare neue Geschäftsmodelle werden in der Hauptstadtregion erfolgreich getestet und bringen validen Nutzen für Vermieter und Mieter. Auch Energielieferanten und -verteiler klinken sich mit zielführenden Aktionen ein: So stattet etwa der örtliche große Wärmeversorger Vattenfall Wärme GmbH sämtliche Haus-Anschluss-Stationen in Berlin mit Smart Metern aus, die die Werte des Primärkreislaufs an die Kunden kommunizieren.

Neue Schlagworte entstehen in der digitalen Transformation entlang der Verschmelzung von Energie und IT: mobile App´s für Mieter, selbstlernende Algorithmen in Einzelräumen, Energy Harvesting Prozesse, prädiktive Lastkurven, 5G-Anwendungen der Heizverbrauchstransparenz, zertifizierte Quartierlösungen, telemetrische Speditionsnetze, work@home und die Umsetzung von frühen Smart Meter Gateway-Projekten.

Noch spannender wird der Blick auf sichere und nach Datenschutzrichtlinien zertifizierte Anwendungen.Digitalisierung und Vernetzung bringen neue Quartierlösungen hervor, die selbst in gut bewirtschafteten Beständen noch große Effizienzen heben und so valide CO2-Senkungsraten ausweisen. Wohnungswirtschaftliche Akteure präsentieren IT-geführte Senkungspotenziale im Bereich der größten Stellschraube unserer Energiebilanz: der Heizenergie!

Gehirnschmalz vor Styropor lautet die Devise. Valide Pilotierungsergebnisse offenbaren erstaunliche Senkungspotenziale in Gewerbe- und Wohnobjekten und werden direkt von den Betreibern der Wohngebiete und Campusse berichtet; Return-On-Invest-Aussichten inklusive.

Gestaltungsrahmen EPBD, EED, GEG: Gehirnschmalz vor Styropor

 

 

green-with-IT-Konferenz zum Energieforum West 2019: Sichere digitale Netze sind die Grundlage aller digitalen Energieprozesse im Quartier

Ohne Sicherheit ist alles nichts. Die Grundlage aller digital gestützten Energieeffizienz-Prozesse ist der belastbar sichere Betrieb im Quartier. Energiemanagement war gesetzlich schon immer besonders abgesichert, wenn es um den Netzbetrieb von Strom- und Gasprozessen ging. Das Bundesamt für die Sicherheit im Informationswesen (BSI) hatte  schon in der Vergangenheit den so genannten „IT-Grundschutz“ verlangt. Attacken auf Energieerzeuger – wie im Buch „Blackout“ in der Konsequenz beschrieben – konnten so bis heute erfolgreich verhindert werden.

Doch wie lassen sich diese Sicherheits-Garantien auf energetische Quartierprozesse der Wohnungswirtschaft übertragen? Gerade bei den Themen Heizwärme und Smart Home ist das oben benannte „Schutzprofil“ gar nicht gefordert! Nun, die Sicherheit lässt sich ebenso einfach wie komplex herstellen: Durch Übertragung der Schutzprofil-Anforderungen im Rahmen des vorhandenen BSI-„Grundschutzes“, im internationalen Sprachgebrauch auch „common criteria“ genannt.

Einfach: Die Grundlagen sind vorhanden, beim BSI als Handbuch abrufbar, auf alle neuen Prozesse so anwendbar, dass die Konformität zum BSI-Grundschutz entsteht und zertifiziert werden kann.

Dastensicherheit: Grundlagen Energieeffizienz im Quartier

Komplex: Wie am Kaugummi-Zertifizierungsprozess der „Smart Meter Gateways“ ersichtlich, schlägt das Murphysche Gesetz voll zu: angekündigte Termine müssen immer wieder nach hinten verschoben werden. Nach wie vor ist es nicht gelungen, mindestens drei Hersteller erfolgreich durch den Zertifizierungsprozess zu bringen. Dies ist aber die Grundforderung des BSI für die erste Zertifizierung dieser Geräte. Diese wiederum bilden die Grundlage sicherer energetischer Quartierprozesse.

Und dennoch: In vorgelagerten Pilotprojekten hat die Wohnungswirtschaft den Alltagsbetrieb von Smart Meter Gateways in Quartieren erfolgreich simuliert. Diese Ergebnisse machen Mut zur erweiterten Umsetzung in großen Quartieren. Auf unserer Konferenz steht die Sicherheit digital gestützter energetischer Quartierprozesse im Vordergrund. Spannend ist dabei die Beleuchtung speziell wohnungswirtschaftlicher Alltagsaufgaben, die positve Auflösung des Vermieter-Mieter-Dilemmas.

Gestaltungsrahmen EPBD, EED, GEG: Gehirnschmalz vor Styropor_WoWi.docx

Mitmach-Grundlagen und Hintergründe

Unsere Konferenz am 21.01.2018 im EBZ im Rahmen des „Energieforums 2019“ steht unter dem Motto:

Sichere Speditionsnetze für telemetrische Daten – Ergebnisse aus wohnungswirtschaftlichen Smart Meter Gateway Projekten

Wir lassen die Partnerbetriebe der Wohnungswirtschaft berichten: Wie kommen die ersten Schritte zur Einführung digitaler Prozesse bei den Mietern an? Wie erzeugen wir Begeisterung?

Wir laden Sie herzlich ein, wichtige Details zur Umsetzung auch in Ihren Quartieren kennen zu lernen und freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Buchungen sind ab: 30.10.2018 möglich.

Campus Buch: gemeinsames Projekt DITRAC aus dem Programm „BENE 3“ genehmigt

Der zuständige Projektträger hat mit Wirkung vom 30.08.2018 das Vorhaben „Digitale Transformation Campus Buch CO2 (DITRAC) im Rahmen des Berliner Förderprogramms „BENE“ im Förderschwerpunkt 3 (Umwelt- und Energiemanagementsysteme) genehmigt. Der Antrag wurde zusammen mit unserem Netzwerk aus gemeinsamen Pilotierungs-Maßnahmen und -erfolgen gestaltet.

Mit Hilfe eines nach DIN EN ISI 50001 zertifizierten Energiemanagementsystems soll im Bereich Energieeffizienz dokumentiert werden, in welchen Bereichen und mit welchen Investitionen im Unternehmen, optional bei weiteren Partnern auf dem Campus sowie im angrenzenden öffentlichen Sektor der Gemeinde Buch Verbesserungen in Form valide ermittelter CO2-Senkungs-Tonnagen erzielt werden können. Im Ergebnis wird erwartet, dass durch die Einführung der Managementsysteme in Verbindung mit konkreten IT-geführten Effizienzlösungen ein direkter genereller, doch sehr fein gestaffelter und granulierter Beitrag zur Erhöhung der Energieeffizienz geleistet und in Form konkreter CO2-Einspartonnagen ausgewiesen wird.

Das Hauptziel ist die valide und dokumentationsechte Senkung des CO2-Haushaltes auf dem gesamten Campus auf Basis vor-evaluierter Potenziale. Die Erfassung dieser Potenziale und die Ausweisung der tatsächlich erreichten CO2-Senkungsziele ist Gegenstand einer ersten vorgeschalteten Simulation aller o.g. Aktiva. Hierfür wurde eine Basis in Form vorpilotierter Maßnahmen geschaffen. Durch die Nutzung disruptiver digitaler Prozesse wie
– selbstlernende Algorithmen
– prädiktive Lastkurven unter Einbezug von Wetterprognosen
– bidirektionaler, nach DIN ISO 50001 zertifizierter Monitoringsysteme
– Verhinderung von wirkungsgrad-senkenden Verkalkungen in Heizkreisssystemen, Rückführung vorhandener Verkalkungen
sollen die mit den heute verfügbaren, in sich bereits sehr stimmigen und wirtschaftlich geführten Energieaktiva messbar und mit Nutzen für Campusverwaltung (Vermieter) und die Endnutzer optimiert werden.

Das Ziel, messbare Synergieeffekte der digitalen Transformation zu identifizieren, kann hier kleinteilig und dokumentationssicher mit folgenden Inhalten erreicht werden:
• präsenzabhängige Nutzung statt feste Raumnutzungsprofile, Zielstellung 30% Einsparung
• wetterprognosengesteuerte statt unflexible Regler-Grundeinstellungen, Zielstellung 10% Einsparung
• IKT plus IP-bezogene Energieeffizienz-Technologien statt alter Management-Standards am Beispiel der Erfassung, des Managements und der Abrechnung warmer Betriebskosten über das Zählermanagement, über eine app-gestützte Verbrauchstransparenz für den Endnutzer (Mieter)
• IP-basierte statt proprietärer Protokolle, Förderung der offenen Standards und deren Profit.

Die zusammengefassten Effekte sind somit:
– Ertüchtigung des Campus für Zukunftsaufgaben mit digitalen Werkzeugen
– Identifizieren und Erschließen von validen CO2-Einspartonnagen
– Entwicklung zum Musterquartier mit internationalen Alleinstellungsmerkmalen der Energiewende auf der Basis einer DIN EN ISO 50001-Zertifizierung
– Hauptkriterien der Nutzenbetrachtung: Kosten und CO2-Primärenergiefaktoren/äquivalente

Die Vorbereitung und Einführung des zertifizierten Energie-Campusmanagements soll somit nicht nur in sich als infrastruktureller Eigennutzen im Vordergrund stehen, sondern es sollen vielmehr schon bei dieser Einführung erste digitale Renditen konkret ermittelt und gleich exemplarisch an einem ersten repräsentativen Gebäude umgesetzt werden. Das so eingeführte Managementsystem soll somit gleich von Beginn an dazu eingesetzt werden, um valide mittlere Senkungswerte zu dokumentieren, die sich dann auf die anderen Gebäude und die Berliner Klimabilanz übertragen lassen.

Digitale Prozesse in der Wohnungswirtschaft: Präsentation zum Sächsischen Genossenschaftstag am 18.09.2018

Als Mit-Gestalter des Sächsischen Genossenschaftstages am 18.09.2018 hatten wir eingeladen, mit uns Ihren Nutzen an der „Digitalen Transformation“ zu analysieren, zu diskutieren und in konkrete Maßnahmen für Ihr Unternehmen umzusetzen. Der 27. Sächsische Genossenschaftstag war dazu der ideale Rahmen.  Eingebettet in ein spannendes Fachprogramm ergaben sich beste Voraussetzungen für die Besprechung wichtigsten aktueller Erledigungspunkte. Die Möglichkeiten sind weit gefasst, der gesetzliche Rahmen der nächsten zwei Jahre wird sich durch EPBD und EED genau so weiterentwickeln, wie wir das durch die Einführung der DSGVO aktuell erleben.

Die Themenvielfalt garantierte relevanten Wissenstransfer zu den Herausforderungen, die Sie beschäftigen. Am Stand 34 der Themenausstellung waren wir für die Fachbesucher da. Unser diesjähriger Schwerpunkt war das Thema „Sichere Datennetze für die Wohnungswirtschaft“.

Zum Programm

Wir konnten umfangreiche und informative Fachgespräche führen und kommen gern zum 28. Sächsischen Genossenschaftstag zurück.

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Reife Früchte der Digitalisierung bei Fernwärme-Verträgen: Lieferanten investieren Grundlagen zur Einsparungen warmer Betriebskosten beim Fernwärme-Grundpreis

Viele Wohnungsunternehmen haben langfristige Abnahmeverträge für die Fernwärme mit einem einzigen, häufig ogliopolisch aufgestellten Anbieter vereinbart. Was aber ist zu tun, wenn sich sehr kurzfristig Chancen der Digitalisierung (z.B. Smart Meter in der HASt) auftun, die zu massiven Einsparungen führen können? Mögliche Einsparpotenziale können nun auf Basis erfolgender EU-Richtlinien wie EPBG (wird in einer überarbeiteten EnEV national umgesetzt) und EED erfolgen und mit konkreten Services wie die Zulieferung aktueller und transparenter Verbrauchsdaten des Primärenergie-Zählers untersetzt werden. Der Berliner Anbieter Vattenfall ist hier voraus gegangen: Auf Bassis neuer  Zähler-Investitionen in alle HASt aller Weiterlesen

EED-Gebäuderichtlinie der EU: Ergebnis der ersten Lesung 17.07.2018 veröffentlicht

Als Teil des Maßnahmenpakets „Saubere Energie für alle Europäer“ hatte die Europäische Kommission im November 2016 eine Überarbeitung der Energieeffizienzrichtlinie (EED) von 2012 vorgeschlagen. Ziel der Überarbeitung war es, die EED durch die Einführung eines verbindlichen Energieeffizienzziels von 30% für die Zeit bis 2030 anzupassen und das derzeitige Anforderungsniveau somit beizubehalten. Zudem schlug die Kommission vor, den Wortlaut teilweise zu vereinfachen, um die Umsetzung der Richtlinie auf einzelstaatlicher Ebene zu erleichtern.

Ende 2017 lag dann ein Kommissionsbericht zur Bewertung der Fortschritte bei der Umsetzung dieser geplanten Vereinfachungen vor.

Am 17.07.2018 wurde nun das Ergebnis der ersten Lesung als „Transnationales Verhandlungsergebnis“ vorgelegt. Eine Präzisierung, ja sogar Verschärfung der verbindlichen Richtlinien wurde eingefügt für den Fall, dass einzelne Staaten hier das geplante Zählerwesen unterlaufen wollen (aktuell nur in englich, Übersetzung folgt): Weiterlesen

Datensicherheit in der Wohnungswirtschaft: Präsentation sicherer Speditionsnetze auf dem VdW-Forum 2018

Auf dem VdW-Forum 2018 in Düsseldorf präsentierte das Netzwerk green with IT die Basis neuer digitaler Geschäftsmodelle in der Wohnungswirtschaft: sichere Kommunikationsnetze. Sicherer als bisher erhältlich. Was auf den ersten Blick profan erscheint, wandelt sich bei näherem Hinsehen zu profitablen neuen Quellen in durchaus finanziellem Interesse. Weiterlesen