green with IT -Veranstaltung am 15.01.2018 im Energieforum West – IoT: Praxisumsetzungen der digitalen Transformation in der Wohnungswirtschaft

Rückmeldung zum Energieforum West

In der Vergangenheit etablierte sich das Energieforum West zum Leit-Kongress der Wohnungswirtschaft rund um Energieeffizienz und Energieerzeugung. Am 15. und 16. Januar 2018 kamen erneut hochkarätige Akteure und Praktiker unterschiedlicher Fachrichtungen für den interdisziplinären Austausch zusammen. Ziel war es, Wissen aus ersten Umsetzungen zu transferieren, innovative Ideen zu entwickeln und zukunftsweisende Geschäftskonzepte voranzutreiben.  

Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, Handwerk, Energiedienstleister, Wissenschaft und Forschung, Verbände und Politik – sie alle beschäftigt die Energiewende. Sie erarbeiten neue Konzepte, machen eigene Weiterlesen

Klimawandel und Klimaresilienz, Lebenszykluskosten und -wert eines Gebäudes – EU Kommission lanciert erstes EU-weites Instrument zur Berichterstattung über die Nachhaltigkeitsleistung von Gebäuden

Die Europäische Kommission hat die Pilotphase für „Level(s)“ eingeleitet, einen neuen EU-Rahmen für nachhaltige Gebäude, der zum Wandel im Bausektor beitragen wird. Es ist das erste Instrument dieser Art, das zur Verwendung in ganz Europa entwickelt  wurde. Kommissar Karmenu Vella, zuständig für Umwelt, Meerespolitik und Fischerei, erklärte: „Level(s) kann zur Entwicklung einer nachhaltig bebauten Umwelt in ganz Europa beitragen und den Übergang zur Kreislaufwirtschaft fördern. Wir lancieren diesen Rahmen für den Bausektor und demonstrieren damit die Führungsrolle Europas in der Welt. Dies ist ein bedeutender Schritt hin zu einem ressourceneffizienteren und wettbewerbsfähigeren Bausektor in Europa.“

“degewo Innovationspreis: Smart Up the City 2017” – 20 Teilnehmer präsentieren ihre Ideen – Die 5 Finalisten stehen fest

Beim ersten „degewo Innovationspreis: Smart Up the City 2017“ stehen die 5 Finalisten fest. Der Preis wird erstmals für anwendbare, digitale Technologien, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle rund um die Themen Immobilienmanagement, Energieversorgung, Gebäudeautomation, Mobilität und Kommunikation vergeben. 20 Bewerber wurden von degewo zum Pitch-Event ins Telefónica BASECAMP nach Berlin-Mitte eingeladen, 5 qualifizierten sich für die Endrunde.

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Digitalisierung der Heiztechnik reduziert den Energieverbrauch bis zu 15 Prozent

Um bis zu 15 Prozent kann der Energieverbrauch durch die Digitalisierung der Heiztechnik reduziert werden. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie, die das Institut für Technische Gebäudeausrüstung Dresden im Auftrag des Bundesverbandes der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) erarbeitet hat. „Das Gutachten zeigt, dass die Digitalisierung nicht nur einen Komfortgewinn für den Nutzer bedeutet. Es lassen sich damit vor allem zusätzliche Energieeinsparungen realisieren“, erläutert BDH Hauptgeschäftsführer Andreas Lücke.

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Digitalisierung – Fluch oder Segen für die Immobilienwirtschaft?

Hat die Digitalisierung auch die Wohnungswirtschaft erfasst? Kann Mitarbeiter „Hard- und Software“ die Arbeitsabläufe erleichtern? Welche Einsatzbereiche stehen im Vordergrund? Müssen Mitarbeiter und Kunden in der digitalen Welt umdenken? Was wird aus der Datenflut? Viele Fragen. Wohnungswirtschaft-heute-Chefredakteur Gerd Warda im Gespräch mit Thomas Hegel, Vorstandsvorsitzender der LEG Immobilien AG.

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Flexible Gebäudeautomation mit energieautarker Funktechnik

Für das globale Technologieunternehmen Freudenberg wurde 2016 im Zuge der Sanierung eines Bürogebäudes im Industriepark Weinheim neben der Heizungs- und Klimatechnik die anspruchsvolle MSR-Technik und Gebäudeautomation realisiert. Ein besonderes Highlight des Sanierungsprojekts ist der Einsatz von batterieloser Funksensortechnik, die auf der EnOcean-Technologie basiert.

Da alle Büros durch Glaswände getrennt sind, boten sich energieautarke Funksensoren und -schalter als flexible und elegante Lösung an. Außerdem ist die batterielose Funktechnik EnOcean wartungsfrei. Die geringe Energie, die für die Funkkommunikation benötigt wird, gewinnen die Sensoren mit winzigen Energiewandlern aus der Umwelt, indem sie verfügbare „Umweltenergie“, wie Bewegung, Licht oder Temperaturunterschiede, in elektrische Energie wandeln. Mit der Übertragungstechnologie können Funksignale in Gebäuden bis zu 30?m und in freiem Feld bis zu 300?m zuverlässig übertragen werden, und dazu werden nur 50 ?Ws Energie pro Funktelegramm benötigt. In dem sanierten zweiten Obergeschoss des Bürogebäudes wurden die Licht- und Jalousieschalter sowie die Raumtemperaturfühler einschließlich Sollwertsteller mit Funktechnologie umgesetzt. Der Bediener selbst liefert hier also die Bewegungsenergie für den elektromechanischen Energiewandler im Funkschalter. Insgesamt wurden vier Besprechungsräume mit Funkschaltern zur Regelung der Luftqualität und für die Lichtsteuerung mit einem intelligenten DALI-Lichtmanagementsystem ausgerüstet (DALI: Digital Addressable Lighting Interface). Darüber hinaus können die Jalousien über die Funkschalter betätigt werden.

Verschiedene Bus-Systeme verheiratet

Feldbussysteme bilden die Nerven des intelligenten Gebäudes. Trotz Standardisierung heißt das in der Praxis, dass meist unterschiedliche Protokolle einzelner Gewerke zusammengeführt werden müssen, um eine umfassende Gebäudeautomation zu ermöglichen. So auch hier: Insgesamt waren 132 direkte Datenpunkte und 269 Datenpunkte über verschiedene Bustechnologien zu integrieren. Alle Datenpunkte aus EIB/KNX, EnOcean-Funk und Belimo MP-Bus wurden hierzu auf BACnet/IP zusammengeführt. Ein frei programmierbares Automatisierungssystem von Saia Burgess Controls fungiert als neuer Informationsschwerpunkt. Das System steuert, regelt und überwacht die gesamte Gebäudetechnik und ist via BACnet/IP in das bestehende, übergeordnete Gebäudeleitsystem der Firma Kieback & Peter integriert. Über ein Touch-Panel kann auf die gesamte Gebäudeleittechnik zugegriffen werden. In die MSR-Technik eingebunden sind im Einzelnen: die Raumlufttechnik (Nacherhitzer, Nachkühler, Volumenstromregler, Brandschutzklappen), Heiz- und Kühldecken sowie die Elektrotechnik mit Beleuchtung und witterungsgeführtem Verschattungssystem (Sonnenschutz). Das separat montierte DALI-Lichtmanagementsystem für die Besprechungsräume und Verkehrswege sowie das Sonnenschutzsystem wurden ebenfalls optimal in die Gebäudeautomation eingebunden. Einerseits mussten die Schaltbefehle von den Funkschaltern an die DALI-basierte Licht- und Jalousiesteuerung übergeben werden, andererseits waren Messwerte der Wetterstation und Multisensoren (für Temperatur, Feuchtigkeit, Präsenz usw.) in die Gebäudeautomation einzubeziehen. Sensorik und Aktorik des Verschattungssystems kommunizieren über ein KNXSystem miteinander. Für die Steuerungs- und Regelungstechnik der Klima- und Raumlufttechnik wurde MP-Bus des Herstellers Belimo verwendet. Eingebunden in das System sind u.?a. die Reglerventile für die Kühl- und Heizdecken, Volumenstromregler und motorische Brandschutzklappen. Die Gebäudenutzer können die Temperatur über 33 Einzelraumregler individuell anpassen; Heiz- und Kühldecken erlauben hierbei eine besonders energieeffiziente und behagliche Klimatisierung der Räume.

Optimiertes Raumklima dank Heiz- und Kühldecke

Schon bei relativ niedrigen Außentemperaturen können in modernen Bürogebäuden schnell die Temperaturen steigen. Gründe dafür sind u.?a. die bessere Dämmung der Fassade oder Fenster, immer mehr Geräte wie Computer und Bildschirme, die Wärme abgeben, oder die Personendichte in den Räumen. Eine aktive Kühlung über Kühldecken kann hier eine interessante Alternative bieten, um für ein gesundes Raumklima zu sorgen, denn sie führen die Wärme bedarfsgerecht und energieeffizient ab. Zur Raumklimatisierung wurden bei Freudenberg moderne Heiz-/Kühldecken eingesetzt. Sie funktionieren nach dem Prinzip der Wärmestrahlung und sorgen so für hohe Behaglichkeit in den Büroräumen. Die Deckensegel werden von Kaltwasser oder Warmwasser durchströmt und nehmen Wärme auf oder geben sie an den Raum ab. Für einen effizienten Wärmeübergang sorgen Kupferrohre, da Kupfer besonders wärmeleitfähig ist. Die Rohrschlangen sind dabei hinter perforierten Akustik-Gipskarton-Platten verborgen, die zugleich die Raumakustik aufwerten. Durch die große Fläche kommt es zu einer gleichmäßigen Temperaturverteilung, ohne Zugluft oder Schallentwicklung.

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Dr.?Sven Herbert, Geschäftsführer der Helmut Herbert GmbH & Co, Bensheim

Vortrag „Privatsphäre und Sicherheit im Smart Home“ zur IT-Sicherheitskonferenz in Stralsund (26.-28.09.2017)

Wir knüpfen an den letztjährigen Energie-und Technik-Summit zum Thema „Smart Home & Metering“ in München thematisch mit unserem aktuellen Vortrag an: Vom 26.-28.09.2017 findet die IT-Sicherheitskonferenz der Hochschule Stralsund statt. Unser Netzwerk wird am 26.09. wieder aktuelle Details zum Thema „Privatsphäre und Sicherheit im Smart Home“ präsentieren.

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„Politik fragt Wirtschaft“ – Erster Energy-Talk der TGA-Verbände

Politiker und Fachleute aus der Technischen Gebäudeausrüstung tauschten sich am 29.06.2017 in Berlin über Probleme und Lösungen im Bereich der Energieeffizienz von Gebäuden aus. Anstelle einer klassischen Podiumsdiskussion wurde ein neues Format angewendet: Politiker befragen Experten aus der Wirtschaft

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Auf dem Podium (v.l.n.r.): Frank Ernst, Hermann Sperber, Prof. Dr. Ulrich Pfeiffenberger, Günther Mertz, Christian Kühn MdB, Eva Bulling-Schröter MdB und Volkmar Vogel MdB – Foto: Kristian Barthen

Die Bundestagsabgeordneten Eva Bulling-Schröter (Die Linke), Christian Kühn (Bündnis 90/Die Grünen) und Volkmar Vogel (CDU) folgten der Einladung des Bundesindustrieverbands Technische Gebäudeausrüstung e. V. (BTGA), des Fachverbands Gebäude-Klima e. V. (FGK) und des Herstellerverbands Raumlufttechnische Geräte e. V. (RLT-Herstellerverband) in die Berliner Vertretung des Landes Baden-Württemberg.
Als Experten standen Repräsentanten der drei TGA-Verbände Rede und Antwort: Hermann Sperber, Präsident des BTGA, Prof. Dr. Ulrich Pfeiffenberger, Vorsitzender des FGK, und Frank Ernst, stellvertretender Vorsitzender des RLT-Herstellerverbands. Moderiert wurde der erste Energy-Talk von Günther Mertz, dem Geschäftsführer der drei Verbände.

Viele Fragen und offene Antworten
Die Abgeordneten erkundigten sich nach den aktuellen Möglichkeiten im Bereich der Technischen Gebäudeausrüstung und welche Entwicklungen zu erwarten sind. Sie waren sich einig darin, dass die Zusammenführung des Energieeinsparrechts gleich nach der Bundestagswahl zurück auf die politische Agenda muss.
Die klimaschutz- und energiepolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke, Eva Bulling-Schröter, fragte nach besseren Möglichkeiten der Beratung über Maßnahmen zur Steigerung der Gebäudeenergieeffizienz. Professor Pfeiffenberger berichtete aus seiner Erfahrung mit teilweise mangelhafter Qualität von Energieausweisen und der damit verbundenen Beratung; er regte an, die Voraussetzungen für den Eintrag in die Energieeffizienz-Expertenliste stärker an fachliche Qualifikation zu binden. Über die Notwendigkeit besserer Beratung für Investoren und Gebäudenutzer bestand Einigkeit bei allen Diskutanten.
Christian Kühn, Sprecher für Bau- und Wohnungspolitik der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, erkundigte sich nach unterschiedlichen Kostenfaktoren beim Neubau von Gebäuden. In den Antworten der Fachleute wies Hermann Sperber darauf hin, dass Kostensteigerungen vor allem durch Änderungen in der Bauphase entstehen. Im Bereich der Nichtwohngebäude wachse der Bedarf nach Lüftung und Kälte, Wärme spiele hinsichtlich des Energieverbrauchs meist nur noch eine untergeordnete Rolle.
Volkmar Vogel, Ordentliches Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, ermutigte die TGA-Branche, weiterhin der Politik stets einen Schritt voraus zu sein – er wollte wissen, was die Politik tun kann, um die Wirtschaft bei ihren Anstrengungen für mehr Gebäudeenergieeffizienz zu unterstützen.  Einhellig baten die Experten um verständliche und vor allem verlässliche Gesetzgebung durch den Bundestag.

 

Energiewende in Gefahr: BMWi-Abteilungsleiter Thorsten Herdan erhält Positionspapier zum Energieeffizienz-Gipfel 27.06.2017 Berlin

Gelebte Energieeffizienz braucht intensive Förderung von Maßnahmen, Technologien und Geschäftsmodellen

Auf dem Energieeffizienz-Gipfel am 27. Juni in Berlin haben Heinz Dürr, Stifter des Instituts für Energieeffizienz in der Produktion EEP der Universität Stuttgart, und EEP-Chef Professor Alexander Sauer dem BMWi-Abteilungsleiter für Energiepolitik Thorsten Herdan ein Positionspapier zur Förderstrategie des BMWi überreicht. Es war das zweite Papier, das vom Uni-Institut EEP zur Politikberatung an das Ministerium ging. Das EEP schlägt beispielsweise vor, dass die CO2- Einsparung die Förderhöhe wesentlich bestimmen soll.Effizienz-Gipfel2017_Herdan-Sauer

Quelle: Herdan-Sauer

Im Mai 2017 hatte das BMWi Handlungsempfehlungen zur Fortentwicklung der Beratungs- und Förderprogramme zu den Themen Energieeffizienz und Wärme aus erneuerbaren Energien veröffentlicht und damit den Weg in eine neue grundlegend reformierte Förderstrategie bis zum Jahr 2020 aufgezeigt. Das Stuttgarter Universitätsinstitut EEP, das unter anderem die Aufgabe hat, die hohe Bedeutung der Energieeffizienz für eine erfolgreiche Energiewende in der Öffentlichkeit, Politik und Wirtschaft klar hervorzuheben, nimmt nun in einem aktuellen Positionspapier kritisch Stellung.

Um die Effizienzziele der Energiewende zu erreichen, muss Deutschland aus Sicht des EEP

  • einfacher werden bei der Förderung von Energieeffizienzmaßnahmen
  • die Energieeffizienz als Einzelprojekt und auch als Gesamtsystem denken sowie
  • neue Technologien und Geschäftsmodelle entwickeln.

Aus der Sicht unseres Netzwerks genau der richtige Ansatz: Disruptive Pilotprojekte werden noch immer nicht auf die „Energievermeidung“ als oberstes Zielstrategie einzusparender CO2-Tonnagen ausgerichtet. Wir haben dies zunächst auch ohne Förderung von Hard- und Software umgesetzt, werden dies auch weiter auf Basis der ersten validen Erfolge tun.

Thorsten Herdan sagte bei der Entgegennahme des Papiers im Atrium der Deutsche Bank in Berlin: „Ich begrüße das Engagement der Wissenschaftler des EEP und der Stiftung auf dem Weg zu einer Dekarbonisierungsstrategie für die Industrie. Das Positionspapier des EEP bestärkt uns darin, dass die neue Förderstrategie des BMWi einen Meilenstein in dieser Strategie darstellen kann.“

Heinz Dürr betont: „Mit einer Förderung von Energieeffizienz kann vier- bis zehnmal so viel fossile Energie eingespart werden wie mit einer Förderung von erneuerbaren Energien. Die Energiewende muss uns gelingen. Sei es über eine Förderung von Energieeffizienz durch steuerliche Maßnahmen wie vorgezogene, degressive Abschreibungen oder Sonderabschreibungen, den Abbau von Bürokratie und Regulierung im Energiemarkt oder die Standardisierung von Kompetenzprofilen in der Energieberatung.“

Das Positionspapier ist  hier downloadbar.

Sektoruntersuchung bei Ablesediensten von Heiz- und Wasserkosten – Bundeskartellamt empfiehlt mehr Wettbewerb bei Ablesediensten

Das Bundeskartellamt empfiehlt Maßnahmen zur Belebung des Wettbewerbs bei Ablesediensten. Die Behörde hat am 4. Mai den Abschlussbericht zu ihrer Sektoruntersuchung im Wirtschaftszweig Submetering vorgelegt. Submetering umfasst die verbrauchsabhängige Erfassung und Abrechnung von Heiz- und Wasserkosten in Gebäuden sowie die Überlassung der dafür benötigten messtechnischen Ausstattung wie Heizkostenverteiler oder Wärme- und Wasserzähler.

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