COP 21 Berlin: Unser Dialgforum zur Klimaneutralität auf der EnviroInfo 2016 (in englischer Sprache)

Erste englischsprachige Konferenz von COP 21 Berlin mit Prof. Dieter Flämig als Keynote-Speaker: Der Weltklimagipfel in Paris 2015 (COP21) hat die endgültigen Grundlagen für die weltweite Einhaltung des 2 Grad Celsius-Ziels zur höchstmöglichen Eindämmung des Klimawandels verbindlich vereinbart. Im Sinne von „Think globally, act locally!“ (R. Dubos) muss jetzt jede Kommune ihren notwendigen Beitrag leisten, um das globale Klimaschutzziel zu erfüllen. Das Bundesland Berlin hat dazu bereits parteiübergreifend „Klimaneutralität bis 2050“ als ein politisches Zentralziel festgelegt und dafür geeignete Wege aufgezeigt  wie etwa durch die Enquete-Kommission „Neue Energie für Berlin“.

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Die Welt am Sonntag berichtet: „Wenn die Heizung mitdenkt“ (26.06.2016)

Die Deutschen stöhnen über hohe Energiepreise, dabei schlummern in ihren Kellern erhebliche Potenziale, um die Kosten deutlich zu senken

Von R. Mischke, M. Posch

Grün ist in. Unternehmen mit Öko-Labels sind nicht nur trendig, sie lassen sich zudem besser vermarkten. Das weiß auch Christina Quensel. Und wenn die Geschäftsführerin der BBB Management GmbH aus ihrem Bürofenster schaut, fühlt sie sich sogar ein wenig wie im Grünen. Ihre Firma ist die Betreibergesellschaft des Campus Berlin-Buch, zu dem ein Biotechpark sowie ein Innovations- und Gründerzentrum gehören. Umgeben von Wiesen und Bäumen atmet das Areal trotz der hier betriebenen Hightech-Forschung naturverbundene Gelassenheit.

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green with IT unterstützt den BBU und die Berliner „Initiative für die Wärmewende“ mit Pilotprojekten

Wärmewende: Langsam erhält dieser Begriff ein Gesicht in der Hauptstadtregion. Einsparungen im Bereich der Gebäudewärme sind bare Stadtrenditen und kommen breiten Schichten der Bevölkerung in urbanen Regionen zugute. Mieter merken dies im Portemonnaie. Gleichzeitig kann dieses Einsparungspotenzial genutzt werden, um neue Prozesse mit Gewinnen für Mieter und Vermieter gleichermaßen zu etablieren, Stichwort: Internet 4.0, Smart Energy, Smart Metering, Digitalisierung der Immobilienwirtschaft.
Unser Netzwerk begrüßt die Initiative der Berliner Wirtschaft und unterstützt diese nach Kräften mit konkreten Pilotierungsmaßnahmen in den Beständen der kommunalen und genossenschaftlichen Vermieter. Hier wird Neues ausprobiert, Geld und Energie eingespart, aktiv am Klimawandel mitgearbeitet und breite Integration aller Mietparteien praktiziert. Berlin ist z.B. eine typische Mieterstadt. Stadtrenditen können zügig so erwirtschaftet werden, dass alle davon profitieren. Echtes Bürgerengagement eben.
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Neben der regionalen Presse verfolgen auch überregionale Medien zunehmend Umsetzungsaktivitäten in der Hauptstadtregion, die internationale Ausstrahlungskraft entwickeln können: So berichtete hierüber u.a. die „Welt am Sonntag“ mit einem Querbezug auch zu Gewerbe-Immobilien.
Vor dem Hintergrund der Herausforderungen der Energiewende haben nun sieben Partner der Berliner Wirtschaft die „Initiative für die Wärmewende“ gegründet.

Start der Testbett-Aktivitäten „Internet of Things“ der Wohnungswirtschaft

GdW-organisierte Wohnungsunternehmen probieren IT-gestützte Energieeffizienz in Pilotanwendungen aus

Berlin, 29.04.2016

Mehrwerte aus Energieeffizienz kommen Mietern und Vermietern gleichermaßen zugute. Die Welt spricht IP und alle profitieren davon, wenn die Datensicherheit beachtet wird. Zum Mai 2016 startet die Umsetzungsphase des green-with- IT-Projektes „Meine Wohnung“ in unterschiedlichen Wohnquartieren kommunaler und genossenschaftlicher Wohnungsunternehmen in Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Nicole Jaegers, Vorstand der 2014 als „gewohnt gut“ ausgezeichneten GWG Lübben eG: „Wir gehen neue Wege zur Erschließung lukrativer Mehrwerte und setzen dabei auf gering investive, hoch effiziente Maßnahmen im Sinne der ALFA-Philosophie des BBU. Wie Leitersprossen erklimmen wir klar definierte, aufeinander aufbauende Effizienzschritte zur Verbesserung der Heizwärmebilanz und der Mieterkommunikation“

Die „Leitersprossen“ wurden in langjährigen Vorpilot-Projekten praxisgetestet: Durchflussbegrenzer, selbstlernende Einzelraumregelungen, IP-Verbundregler, Smart Meter Gateways, skalierfähige Energiemanagement-Software bis zum IP-gestützten Quartiersmanagement. „Smarte“ Anwendungen (App´s) unterstützen die Transparenz der wichtigsten Strom- und Heizenergiedaten für Mieter, Hausmeister und Haustechnik-Ingenieure. Sie liefern den Vorständen wichtige Daten zur Optimierung der Energieeffizienz im Sinne des DNK „Nachhaltigkeits-Kodex des Rates für Nachhaltige Entwicklung“.
Daniel Schulz, Vorstand der ABG Paradies in Berlin: „Es gibt stichhaltige Gründe zur Abgabe einer DNK –Entsprechenserklärung im Jahresbericht. Unser Ansatz im Sinne der „Innovationen“ ist u.a. die eigene Erzeugung von Transparenzdaten der Heizenergie. Dazu ersetzen wir sämtliche HKV-Komponenten durch innovative Hardware. Diese soll dann die neuen glasfasergestützten Kieznetze über Smart Meter mit permanenten Energiedaten füttern. Kosten für den teuren Einkauf solcher Daten durch Dritte werden vermieden; mit einem Smart Meter Gateway können TV- und Telekom-Netze im Haus überbrückt werden“.

In der Lutherstadt Eisleben ist neben der örtlichen „Wobau“ auch das Stadtwerk mit im Boot. Auch hier werden die Pilotergebnisse über Referenzbaukörper evaluiert. Alle Maßnahmen werden auf Mieterversammlungen erläutert, der Datenschutz orientiert sich nach den Zertifizierungs-Anforderungen des „Bundesamtes für Sicherheit im Informationswesen“ (BSI). Marc Reichardt, Geschäftsführer derWobau Eisleben: „Wir gehen alle Schritte nach unserer sorgfältiger Vorprüfung mit unseren Mietern gemeinsam. Wir sind gespannt auf die ersten Ergebnisse, die wir zum Sommer 2017 erwarten.“

Das Testbett wird noch um einen kompletten Gesundheitscampus in Berlin erweitert und kann somit auch im Gewerbebereich Vergleichswerte sammeln. Initiator Jörg Lorenz vom Netzwerk green with IT: „In der deutschen Hauptstadtregion wurden Energieeffizienz-Technologien eng an die Bedürfnisse der Wohnungswirtschaft angepasst. Dabei unterstützten uns die Hochschulen und die Wirtschaftsförderer. Anlageneffizienz wird hier zum weltweiten Exportschlager entwickelt. So entstehen belastbare Alternativen zum bloßen Dämmwahn. Unser Motto: Gehirnschmalz vor Styropor!“

Pressemitteilung als PDF

 

Über green with IT

„green with IT Berlin-Brandenburg“ ist ein Netzwerk aus Unternehmen, die in den Bereichen der Energieeffizienz disruptive Produkte und Lösungen entwickeln und anbieten. Das Ziel des Netzwerkes „green with IT Berlin-Brandenburg“ besteht darin, eine zentrale und offene Kooperationsplattform mit dem Themenschwerpunkt „energy harvesting“, grüne Technologien, Verbrauchstransparenz, Gebäudeassistenz, browsergestütze Apps im Wohn- und Nichtwohnungsbau aufzubauen.

 

Pressekontakt:

Jörg Lorenz

green with IT e.V.

Charlottenstraße 16

10117 Berlin

Telefon: +49 30 46792315

kommunikation@green-with- it.de

www.green-with- it.de

Pilotierungen in der Wohnungswirtschaft -green with IT berichtet über den Sachstand zum Jahresende 2015

Internet der Dinge, Industrie 4.0, Deutscher Nachhaltigkeitsindex und die Jahres-Berichtslegung – Zitat aus dem Multimedia-Ausschuss des BBU: „Da rollt etwas auf uns und unsere Mieter zu, was wir noch gar nicht abschätzen können. Nicht in Bezug auf Technologien, schon gar nicht in Bezug auf Datensicherheit“.

Gut, dass wir genau hier ansetzen: Unsere Pilotmaßnahmen in der Wohnungswirtschaft stellen diese Punkte in den Vordergrund.

1. Sachstandsbericht zum Jahresende 2015

In Zusammenarbeit mit den regionalen Verbänden der Wohnungswirtschaft wurden alte Anwendungsfälle der Heizwärme-Versorgung und –verteilung, Müllentsorgung, mobile Kommunikation zwischen Vermietern und Mietern sowie interne wohnungswirtschaftliche Abläufe mit Hilfe der Informationstechnologie inklusive allen gewohnt tarifären „Selbstverständlichkeiten“ analysiert, zerlegt, auf Datensicherheit geprüft und komplett hinterfragt. Alte Zöpfe wurden abgeschnitten, Gewohnheiten auf den Kopf gestellt und mit allen privaten und öffentlich-rechtlichen Marktpartnern neu gestaltet.

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Die Erfolge dieser als „disruptiv“ bezeichneten Vorgehensweise wurden als valide Punkte der Stadtrendite dann messbar, als kommunale Großunternehmen der Wohnungswirtschaft begannen, formal diese Initiativen in die wohnungswirtschaftlich betriebskosten-bezogenen Prozesse einzubauen. Per formaler jährlicher Betriebskosten-Abrechnung wurden z.B. Restmüll-Einsparungen in Höhe von 70% binnen dreier Betriebsjahre in verdichteten Ballungsräumen nachgewiesen.
So konnten auch die Mieter begeistert werden. RFID, mobile App´s und weitere Schlagwörter der internet-verknüpften Alltagsprozesse trugen zu konkreten Geldausschüttungen zugunsten der Mieter bei. Dies überzeugte alle Mieter.

Grafik: Jährliche Gesamtkosten in EUR

Mit Unterstützung der Beteiligten aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft gelangen weitere Umsetzungen zur Integration der Verbraucher in IT-bezogene Einsparprozesse der Wohnungswirtschaft, diesmal im Bereich sogenannter „gering investiver Maßnahmen“ zur Begrenzung von Heizwärme. Hier wurde ein erster Einsparquotient von 20% unter Einbezug mieterrelevanter Alltagsgewohnheiten umgesetzt. Dies initiierte ein landesgefördertes GRW-Netzwerk zur Erarbeitung und Pilotierung weiterer, noch wesentlich effizienterer Prozesse, welche Gegenstand der nachfolgend beschriebenen Maßnahmen sind.

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Report 3

Report 4

Update 2016:

Sachstandsbericht 12/16

 

Nachhaltiges Wohnen: Wohnungswirtschaft legt neuen Leitfaden zur Nachhaltigkeitsberichterstattung vor

Mit fünf Mitgliedsbetrieben nahm green with IT an der Nachhaltigkeitskonferenz des GdW teil und stellte dem Präsidenten Axel Gedaschko die Idee der Clusterung aller Wohngebiets-Wasserspeicher zur Versorgung mit regenerativer Energie als „große Stellschraube“ vor. Gemeinsam kann diese riesige Kapazität der Politik als Handlungsfeld klimabilanz-verbessernden Wirkens zusammen mit bewuusteren Mietern vorgestellt werden.

Zur Nachhaltigkeitsberichterstattung gegenüber Stakeholdern hat der GdW gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Große Wohnungsunternehmen (AGW) und dem Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) im vergangenen Jahr eine auf die Wohnungswirtschaft ausgerichtete branchenspezifische Ergänzung des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) vorgenommen. Damit wird vor allem kleineren und mittleren Wohnungsunternehmen, die keine umfassende Nachhaltigkeitsberichterstattung durchführen, ein Instrument für eine sehr schlanke und fokussierte Berichterstattung an die Hand gegeben.

Der neue „Leitfaden zur branchenspezifischen Ergänzung des DNK – Orientierungshilfe für Wohnungsunternehmen des GdW“ soll als Unterstützung zur Beantwortung der DNK-Kriterien dienen. Dazu haben sechs Wohnungsunternehmen in einem gemeinsamen Modellprojekt den Prozess der Abgabe einer DNK-Entsprechenserklärung, eines darauf bezogenen Erfahrungsaustausches sowie einer gegenseitigen Beratung durchlaufen.

„Für Wohnungsunternehmen ist der neue Leitfaden zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex, der speziell für die Wohnungswirtschaft ergänzt wurde, eine unverzichtbares Instrument. Damit können wir auf einfache Art offen legen, was wir tun, um die großen Herausforderungen im Bereich Wohnen und Umwelt zu lösen“, sagte Franz-Bernd Große-Wilde, Verbandsratsvorsitzender des GdW und Vorstandsvorsitzender der Spar- und Bauverein eG Dortmund – eines der Wohnungsunternehmen, die Teil des Modellprojekts waren.

„Die Wohnungswirtschaft bestärkt mit dem neuen Leitfaden erneut ihr Bekenntnis zur nachhaltigen Unternehmensführung. In ihrem Geschäftsmodell der dauerhaften und qualitätsvollen Bewirtschaftung von Wohnungen spielt Nachhaltigkeit eine große Rolle. In der öffentlichen Kommunikation der Wohnungsunternehmen gegenüber ihren Stakeholdern hat dies zwei Ausprägungen: die Zertifizierung neuer Wohngebäude und die Nachhaltigkeitsberichterstattung“, so der GdW-Chef.

Der „Leitfaden zur branchenspezifischen Ergänzung des DNK – Orientierungshilfe für Wohnungsunternehmen des GdW“ zum Download

Alle Infos zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex: www.deutscher-nachhaltigkeitskodex.de. Weitere Infos zur Nachhaltigkeit in der Wohnungswirtschaft finden Sie hier.

Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen vertritt als größter deutscher Branchendachverband bundesweit und auf europäischer Ebene rund 3.000 kommunale, genossenschaftliche, kirchliche, privatwirtschaftliche, landes- und bundeseigene Wohnungsunternehmen. Sie bewirtschaften rd. 6 Mio. Wohnungen, in denen über 13 Mio. Menschen wohnen. Der GdW repräsentiert damit Wohnungsunternehmen, die fast 30 Prozent aller Mietwohnungen in Deutschland bewirtschaften.

green with IT hat jüngst erste eingebettete Simulationen von Bestandsgebäuden vorgelegt. Schwerpunkt ist die Integration von wind-to-heat-Kapazitäten in Wohngebiete über die dort vorhandenen Wasserspeicher zur Warmwasser-Versorgung. Heizwärme in Wohngebäuden hat einen Anteil von 35% an der nationalen Klimabilanz. Warmwasserproduktion macht davon ca. 20% aus.

An diesem nationalen Bilanzposten von 7% hat die kommunale und genossenschaftliche Wohnungswirtschaft einen hohen Anteil über die großen Wohnungsunternehmen, die riesige Gebäudekomplexe wie etwa das Märkische Viertel steuern.

Doch es gibt aktuell noch viele Hemmnisse, dieses Potenzial zu erschließen, u.a. auch steuerliche Gründe. Diese Hemmnisse sollten Gegenstand der detaillierten Arbeit zur Verbesserung der Klimabilanz werden. Wenn die politischen Rahmenbedingungen geschaffen werden, so kann sich hier ein neues großes Potenzial der deutschen Energiewende als praxisnahe Lösung für „smartere Cities“ entfalten.

Gehirnschmalz vor Styropor: Aufbau eines Zukunftsnetzwerks aus Anbietern und Nutzern in Europa

23.03.2015

green with IT hat ein Strategiepapier vorgelegt, mit dem neue Geschäftsmodelle und der vorrangige Einbezug der Mieter zur Umsetzung angeregt werden. Im Sinne der hier vorgelegten Thesen werden nun Pilotierungsprojekte begonnen, die dann nach Auswertung in Rahmenverträge mit der Wohnungswirtschaft gegossen werden sollen.

23_03_15_Gehirnschmalz vor Styropor

Die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft steht vor großen Herausforderungen: Die zunehmend mobile Mieterkommunikation ändert sich mit dem Voranschreiten der Prozesse rund um die „Industrie 4.0“. Neue Stichworte: diconomy, Geschäftsmodelle, Mietereinbezug, Autonomik, Internet der Dienste, cloudbasierte Prozesse……… Die Gebäude müssen zudem in den nächsten Jahrzehnten weiter energetisch saniert werden. Gleichzeitig ändern sich die Anforderungen der Kunden in einem hohen Tempo. Die zur Verfügung stehenden Mittel dafür sind knapp, da die Kunden nur begrenzt zur Finanzierung herangezogen werden können.

Vor diesem Hintergrund entsteht ein hoher Innovationsdruck für die Wohnungswirtschaft. Neue, ITgestützte Energieeffizienz-Prozesse versprechen die Lösung für viele Problemstellungen – so können zum Beispiel gering investive Steuerungssysteme einen wichtigen Beitrag zur Energieeffizienz von Gebäuden leisten und die Mieterkommunikation unterstützen. So kann die Verwendung von IT-Komponenten bei der Modernisierung von Wohnungsbeständen den Komfort für die Bewohner und damit die Vermietbarkeit einer Immobilie deutlich erhöhen. Open Source kann die Verschlankung von Abrechnungs-Schritten erleichtern und teure proprietäre Protokolle ersetzen. Mobile, unter Android, IOS und anderen Betriebssystemen programmierte Prozesse benötigen in Zukunft nur noch einen Webbrowser – dafür werden alte, stationäre Prozesse in Frage gestellt und bleiben zurück, falls keine Anpassung erfolgt. Die Welt spricht IP.

Zwei Welten – die der Anbieter it-gestützter Energieeffizienz-Prozesse und die der professionellen Wohnungswirtschaft – können hier also fruchtbar aufeinander treffen. Notwendig ist dafür ein konstruktiver, offener Dialog mit konkreten Prozessbeschreibungen und Projektbezügen. Der Dialog soll technische Lösungen hervor bringen, die für Wohnungsunternehmen finanzierbar, praktikabel und mehrwertig sind und eine entsprechend hohe Nachfrage in der Branche generieren. Der erste Schritt, um das zu erreichen, muss der Aufbau eines Netzwerks sein, in dem ein solcher Austausch stattfinden kann; dessen Inhalte offensiv nach außen in alle Ebenen der Gesellschaft getragen werden.

Dies ist ein langer Weg mit vielen Fragekomponenten, hinterfragungswürdigen Regularien und Herausforderungen für die Beharrer alter Gewohnheiten aus der analogen Welt: Stromproduzenten, Submetering-Anbieter, Serviceunternehmen….. keine Branche bleibt von der diconomy und ihren disruptiven Veränderungen verschont. Disruptiv bedeutet hier in erster Linie: Beim kompletten Infragestellen alter Prozesse, bei der Aufstellung völlig neuer Prozesse mit ungewohnten Wertschöpfungsketten gilt es,  alte Zöpfen mit  frisch nachwachsendem Haar zu verdrängen. Dabei ist Beschränkung angesagt: keine Hochglanz-High-End Lösungen, wie es die alte Industrie mit ihren dreistufigen Vertriebsmodellen so gern bewahrt hätte. Beschränkung bedeutet: Konzentration auf das Machbare mit geringen, aber treffsicher eingesetzten Investitionen, bei denen  Mietparteien auch – wenn denn gewünscht – mitinvestieren dürfen.